Tischtennis
Tanja Krämer (TTC Höhfröschen): Drei Titel angepeilt, drei Titel geholt
Das optimale Ergebnis hat Tanja Krämer vom TTC Höhfröschen bei den deutschen Meisterschaften der Senioren in Erfurt erzielt. Die in Merzalben lebende Ex-Bundesligaspielerin wurde in allen drei Konkurrenzen der Altersklasse ab 45 Jahre deutsche Meisterin.
Für die Meisterschaften der Damen wurde die 29-fache Nationalspielerin in diesem Jahr verbandsseitig nicht gemeldet, weshalb sie kurzerhand die Möglichkeit wahrnahm, erstmals bei den Seniorinnen 45 aufzuschlagen. Das Ziel benannte sie vor den Meisterschaften sehr deutlich: „Ich will alle drei Titel.“
Spannendes Mixed-Finale
Mit Kai Kleffel (Oberalster VfW/Hamburg) gewann sie zuerst die Mixed-Konkurrenz. Die beiden besiegten dort im Finale Inka Dömges/Andre Tamoschus in fünf Sätzen. Auch im Doppel war sie an der Seite von Inka Dömges (TTC Langen) klar favorisiert. Im Endspiel gegen Barbara Wagner/Silke Stieglitz (SV Grün-Weiß Mühlen/TuS Harsefeld) ließen sie wenig zu und gewannen in drei Sätzen.
Ohne große Schwierigkeiten marschierte Krämer durch die Vorrunde im Einzelwettbewerb. Erst im Viertelfinale gegen Petra Schoulen (TTC GW Fritzdorf) kam sie etwas ins Straucheln, gewann dennoch in vier Sätzen. Nach einem Drei-Satz-Sieg gegen Barbara Wagner im Halbfinale gewann sie das Finale gegen Dömges mit 11:5, 10:12, 11:2, 11:3 und machte damit das erhoffte Triple perfekt. „Ich habe mit 5:1 geführt, dann war der zweite Satz irgendwie weg. Danach war es aber klar“, sagte Krämer, die sich darüber freute, in der thüringischen Hauptstadt wieder alte Bekannte Gesichter aus Jugendzeiten zu sehen.
Ex- Oberligaspielerin Monika Kiefer vom TTC Dahn schied in der Gruppenphase der Seniorinnen 45 nach einem Sieg und zwei Niederlagen aus. „Nachdem Nikola Jäckel schon vor Meldeschluss als Doppelpartnerin abgesagt hatte, war klar, dass ich kein Doppel spielen werde, da es genau 24 Teilnehmerinnen waren“, bedauerte Kiefer, die sich mit Jäckel Medaillenchancen ausgerechnet hatte. Das Ziel, in die Einzel-K.-o.-Runde zu kommen, war ebenfalls bereits in der Gruppenphase abgehakt. „Im Mixed habe ich dieses Jahr erstmals mit Niko Kleiner gespielt, was sehr gut geklappt hat“, berichtet Kiefer. Nach gewonnenem erstem Spiel trafen Kiefer und Pfalzligaspieler Kleiner auf die Mitfavoriten Inka Dömges und Andre Tamoschus. Sie unterlagen nach vier engen Sätzen mit 9:11, 12:10, 8:11, 9:11. „Niko und ich haben überrascht und an einem Sieg gekratzt“, war Kiefer zufrieden mit ihrem Abschneiden im gemischten Doppel.
Bei den Seniorinnen 50 schied die Herschbergerin Sylke Bayer (TSG Zellertal) nach einem Sieg und zwei Niederlagen in der Gruppenphase aus. Im Mixed erreichte sie mit Daniel Sporcic vom TTC Wirges nach zwei Siegen das Viertelfinale.
Mit Fortuna im Bunde
Dominik Demmere von der SG Waldfischbach überstand bei den Senioren 40 – mit Fortuna im Bunde – die Gruppenphase. Obwohl der Verbandsoberligaspieler nur eines von drei Matches gewann, kam er weiter, weil er im Satzverhältnis besser war als zwei Gruppengegner, die ebenfalls 1:2 Siege verzeichneten. In der ersten K.-o.-Runde behielt der Offensivspieler gegen den Berliner Daniel Streich (Hertha BSC) in drei engen Sätzen die Oberhand. Im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Michael Zibell (Oberalster VfW) kam dann das Aus. Im Doppel und Mixed scheiterte Demmere bereits an der Auftakthürde.
Im Wettbewerb der Mädchen 15 schied Trixi Krämer vom TTC Höhfröschen in der Vorrunde aus. Im Doppel erreichte die Tochter von Tanja Krämer an der Seite von Leni Hecker die zweite Runde.