Altenkirchen Wo in der Pfalz ein Gaudi-Wettbewerb im Fassbierweitwurf lockt

Auf dem Holzbalken stehend wird das Fass geworfen – dann fällt der Werfer ziemlich sicher in den Pool.
Auf dem Holzbalken stehend wird das Fass geworfen – dann fällt der Werfer ziemlich sicher in den Pool.

Die Fassbierweitwurf-Meisterschaft wird am 20. Juni zum zweiten Mal beim SV Kohlbachtal im Süden des Landkreises Kusel ausgetragen. Weshalb die Werfer Socken tragen sollten.

Leere Bierfässer sind nicht das typische Sportgerät, in Altenkirchen aber doch. Da werden sie geworfen. Nach dem Erfolg des ersten Gaudi-Turniers 2025 gibt es am Samstag, 20. Juni, eine Neuauflage der Fassbierweitwurf-Meisterschaft. Dazu lädt der SV Kohlbachtal auf sein Gelände ein.

Wie kommt jemand auf eine solch überzwerche Idee wie Fassweitwerfen? Der Vereinsvorsitzende Christian Klinck nennt als Initiator seinen Kollegen Marc Gassner. Dieser habe im Internet über einen Kegelclub im nordrhein-westfälischen Kirchhellen gelesen, der genau einen solchen Wettbewerb veranstaltet. Der SV-Vorstand zeigte sich begeistert von der Idee und beschloss, die Veranstaltung zu kopieren – wenn auch nicht in einem so umfangreichen Rahmen. In Kirchhellen erstreckt sich die Gaudi über zwei Tage. Von dort seien zur Kohlbachtaler Premiere einige Kegler angereist, um zu sehen, was die Pfälzer so draufhaben, erzählt Klinck schmunzelnd.

Mannschaften mit vier bis sechs Personen

Zehn Gruppen mit vier bis sechs Personen haben 2025 mitgemacht. Für dieses Jahr hofft Klinck auf ein paar mehr. Anmeldungen von drei Frauen- und von sechs Männerteams lägen bereits vor. Die Männer werfen ein leeres 50-Liter-Fass, die Frauen ein 30-Liter-Fass. Die Werfer stehen auf einem 4,50 Meter langen Holzbalken, der über einen Pool mit 2,50 Metern Durchmesser gelegt wird.

Das ist der Wettbewerbsaufbau: Über den Pool wird ein Holzbalken gelegt.
Das ist der Wettbewerbsaufbau: Über den Pool wird ein Holzbalken gelegt.

Klinck empfiehlt, Socken zu tragen. Damit lasse sich die Standfestigkeit verbessern. Dass der Werfer beim Schwungholen und Wegschleudern des Fasses ins Wasser fallen kann, ist einkalkuliert. Am besten ist nach Meinung Klincks, „sich mit dem Rücken zum Landeplatz zu stellen und sich mit Elan zu drehen und zu werfen“. Andere nähmen das Fass an den Griffen oben und katapultierten es ins Feld. „Die beste Technik muss jeder für sich herausfinden“, sagt der SV-Vorsitzende. Bei der Premiere habe es ein leichtes Durcheinander gegeben, um diesem entgegenzuwirken, werden bei der zweiten Auflage des Fassweitwurfs Männer- und Frauenwettbewerb getrennt ausgetragen.

Kostümierungen werden gern gesehen

Auch neu: Auf dem Platz werden Markierungen aufgetragen, um das Messen etwas effizienter zu machen. Je nach Weite erhalten die Teilnehmer Punkte – die Punkte aller Mannschaftsmitglieder werden addiert. Als Preis winkt ein mit Lebensmitteln zum Grillen und Getränken gefüllter Korb, den ein Lebensmittelhändler sponsert. Eine Sonderwertung gibt es für Kostüme der Teams. 2025 machte ein Frauenteam in Flamingoverkleidung das Rennen. Überhaupt seien die Frauen ziemlich ehrgeizig, berichtet Klinck, einige übten auch schon kräftig.

Los geht die Gaudi um 14 Uhr. Dann haben Kinder die Chance, mit leichten Fässern zu werfen. Gegen 15 Uhr starten die Erwachsenen. Ein Moderator wird wieder „witzig, spritzig“ die Runden kommentieren. Die Siegerehrung soll gegen 19 Uhr stattfinden. Im Anschluss sind Werfer und Zuschauer zur Cocktailparty eingeladen. Künftig soll das Fassweitwerfen alle zwei Jahre ausgetragen werden, kündigt Klinck an. „Dafür fahren wir nächstes Jahr über Pfingsten zum Kegelclub nach Kirchhellen.“

Info

Teams können sich zur zweiten Fassbierweitwurf-Meisterschaft bis 19. Juni anmelden unter Telefon 01777492590 oder beim SV Kohlbachtal über Facebook und Instagram.

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