Pirmasens Tag der Arbeit findet ernüchterndes Ende

Kurz vor dem Ende brachte Florian Bold von der TS Rodalben seine Mannschaft mit zwei Treffern nochmals heran. Nach dem Ausgleich
Kurz vor dem Ende brachte Florian Bold von der TS Rodalben seine Mannschaft mit zwei Treffern nochmals heran. Nach dem Ausgleich durch Lukas Baumgart gelang Dansenberg doch noch der Siegtreffer.

«KAISERSLAUTERN.» Gut gespielt, aber im Westpfalz-Derby dennoch knapp mit 25:26 (12:13) verloren: Durch die gestrige Niederlage beim Spitzenreiter TuS Kaiserslautern-Dansenberg hat sich die Turnerschaft Rodalben aus dem Kreis der Titelanwärter in der Handball-Pfalzliga verabschiedet. Mit weiterhin 17:11 Punkten rutscht die TSR auf Tabellenrang vier ab.

Eigentlich wollten die Rodalber gegen den vor der Partie fünf Punkte besser platzierten Spitzenreiter Boden in der Tabelle gut machen. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. Das junge Team aus der Lautrer Vorstadt machte den TSR-Spielern mit seinem intensiven Spiel und dem überragenden Torhüter Henning Huber das Leben schwer. So geriet die Partie für die Gäste zum Tag der Arbeit, denn die TSR-Spieler mussten hart schuften, um im Spiel zu bleiben. Am Ende fehlte kaum mehr als ein Wimpernschlag zum Teilerfolg: Vier Sekunden vor dem Abpfiff markierte der Dansenberger Jannik Grunau den Siegtreffer für sein Team. „Prinzipiell bin ich enttäuscht, dass wir nach großem Kampf und guter Einstellung nicht wenigstens einen Punkt mitgenommen haben“, sagte TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart. Trotz einiger angeschlagener Spieler – Moritz Baumgart gehörte selbst dazu – habe seine Mannschaft ihre Sache gut gemacht, befand der Trainer. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein schnelles, ausgeglichenes Spiel, in dem Dansenberg die Nase fast immer um ein bis drei Tore vorne hatte. Richtig absetzen konnten sich die Hausherren aber nicht. Gegen Ende von Hälfte eins machten die TSR-Spieler nochmal Dampf und verkürzten den zwischenzeitliche Drei-Tore-Rückstand zum 12:13-Halbzeitstand. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Rodalber auf Augenhöhe. Nach 37 Minuten glichen sie zum 17:17 aus, konnten aber im weiteren Spielverlauf nie in Führung gehen, obwohl zuerst Pascal Glöckner und ab der 38. Minute Angelo Seelinger – er hielt drei Siebenmeter – ihrem Team mit guten Paraden und Reflexen den Rücken stärkten. Dennoch gelang es Dansenberg gleich mehrfach mit drei Toren davon zu ziehen, letztmals in der 55. Minute (25:22). Das Spiel schien eigentlich gelaufen, doch nach zwei Toren von Florian Bold erzielte Lukas Baumgart 47 Sekunden vor dem Ende den 25:25-Ausgleich. Es sollte dennoch nicht reichen. Fast mit der Schlusssirene markierte Dansenberg noch den 26:25-Siegtreffer. „Ein intensives Spiel. So knapp brauchte es nicht zu kommen. Am Ende war es ausgleichende Gerechtigkeit nach der Niederlage in Rodalben, wo wir um ein Tor verloren haben“, sagte Dansenbergs Trainer Sebastian Wächter. Glücklich nach dem knappen Erfolg war TuS-Torhüther Henning Huber, der aus Thaleischweiler stammt: „Was für ein geiles Spiel. Viele Zuschauer, alles stimmte. Wir haben verdient über den Kampf gewonnen.“ So spielten sie TS Rodalben: Glöckner, ab 38. Seelinger – Lukas Baumgart (5), Matheis (1), Moritz Baumgart (4/1), – Goll (1), Hauck (6/1) – Bold (6); Majer (2), Voitl. Spielfilm: 5:3 (9.), 6:6 (16.), 10:8 (24.) 13:12 (Halbzeit), 17:17 (37.) 21:19 (44.), 24:21 (55.), 26:25 (Ende) – Zeitstrafen: 2 - 4 – Siebenmeter: 7/4 - 4/2 – Beste Spieler: Huber, Grunau, Schulze - Glöckner, Seelinger, Goll – Zuschauer: 180 – Schiedsrichter: Tigl/Weber (Oggersheim).

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