FUSSBALL
SV Hinterweidenthal verliert erstes Landesliga-Heimspiel in Vereinsgeschichte
Die Zeichen standen nicht gut für den SVH. Neben den privat verhinderten Stammkräften Michael Helfrich, Max Becker und Fabian Hirschinger fiel auch noch kurzfristig der schwer erkältete Innenverteidiger Lukas Werner aus. Er nahm auf der Bank Platz und kam die letzten 30 Minuten ins Spiel. Für Werner rückte Kapitän Kim-Dan Schenk vom Sturm zurück in die Innenverteidigung. Dort spielte er gut, fehlte allerdings enorm im Angriff. Sein Vertreter Sergio Fess befand sich oft allein auf weiter Flur.
Oldie-Variante
Ansonsten hatte sich Trainer Denis Jung für die Oldie-Variante entschieden. Die Fast-Vierziger Florian Ringhof und Christoph Radtke rückten in die Startformation. In der Schlussphase brachte Jung noch den 44-jährigen Daniel Müller. „Man hat schon gemerkt, dass vier Stammkräfte gefehlt haben. Wir mussten viel umstellen. Trotzdem hatten wir Möglichkeiten. Die Körpersprache war aber heute sicher nicht so wie sonst“, bilanzierte Jung.
Frühes Gegentor
Sein Team wurde nach acht Minuten kalt erwischt. Im Mittelfeld verlor Marius Schäfer den Ball, Daniel Tretter konnte nicht mehr ausbügeln, Luca Genova passte von links scharf nach innen, von rechts sprintete Sascha Stass heran und vollendete unhaltbar für SVH-Keeper Jonas Jung zur Gästeführung.
Chancen zum 1:1
In der Folge dominierten die Gäste die Partie. Hinterweidenthal wurde nur nach Ecken gefährlich. Schäfer (26.) und Schenk (29.) per Kopfball verpassten nur knapp den Ausgleich. Auf der Gegenseite hielt Jonas Jung sein Team gegen den allein vor ihm auftauchenden Waldemar Schwab in der Partie. Nach dem Wechsel drängte Hinterweidenthal die Zweibrücker in die Defensive. Vor allem als Schenk nach der Einwechselung Werners in den Angriff wechselte, lag der Ausgleich mehrmals in der Luft. Doch David Schneider schoss nach Hackentrick-Vorlage Schäfers aus zehn Metern über das Zweibrücker Tor (61.). Und Fess' Schuss streifte nach 68 Minuten nur den Pfosten.
Mit Schiri gehadert
Die Einheimischen haderten etliche Male mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Jonas Usufaj. „Der Schiedsrichter hat viel zugelassen. Wenn dann jemand etwas gesagt hat, hat er sofort reagiert. Aber er war nicht schuld an der Niederlage“, resümierte SVH-Trainer Jung. In der 81. Minuten bekam Schenk, der in der ersten Hälfte wegen heftigen Reklamierens Gelb gesehen hatte, nach einem eher harmlosen Foul Gelb-Rot. In der Folge sahen auch Schäfer und Werner Gelb wegen Reklamierens. Co-Spielertrainer Tretter trommelte das Team nach dem Schlusspfiff zusammen und mahnte nachdrücklich, sowohl auf dem Platz als von der Bank aus das lautstarke Protestieren zu unterlassen, da man sich so das eigene Spiel kaputtmache.
Schenks Platzverweis
Nach Schenks Platzverweis war der Widerstand gebrochen. Torwart Jung rettete noch großartig gegen den durchgebrochenen Heiko Helmchen (86.), doch zwei Minuten später war auch er machtlos, als Marc Brünisholz einen erneuten Konter zum 2:0 für Zweibrücken abschloss. Gästespielertrainer Alexander Joniks war nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben über 90 Minuten die Ordnung gehalten. Wir haben gegen ein Team gewonnen, dass zuletzt 13 Monate nicht verloren hat. Ich bin zufrieden.“
SO SPIELTEN SIE
SV Hinterweidenthal: Jung - Kessler, Schenk, Ringhof (82. Müller), Kaufmann - Tretter, Radtke (54. Werner) - Zwick, Schäfer, Schneider (65. Schweitzer) - Fess (70. Breiner)
Tore: 0:1 Strass (8.), 0:2 Brünisholz (88.) - Gelbe Karten: Fess, Schäfer, Werner, Zwick - Brünisholz, Schwab, Schwartz - Gelb-Rote Karte: Schenk (81.) - Beste Spieler: Jung, Kessler, Tretter - Brünisholz, Fath, Schwartz - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Isufaj (SV Weingarten).