FUSSBALL
SV Hinterweidenthal: Erstes Landesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte
„Das erste Spiel zu Hause in der neuen Liga sollte alle noch mal extra motivieren“, sagt Hinterweidenthals Trainer Denis Jung. Viele Anhänger hätten ihren SVH im ersten Saisonspiel beim TSC Zweibrücken unterstützt. Fast hätte es bei der Auswärts-Premiere schon zum ersten Sieg gereicht, doch fünf Minuten vor dem Ende musste der Neuling den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Jung: „Da hat man gesehen, dass es in der neuen Klasse noch einen Tick schneller zugeht. Der eine oder andere muss sich daran noch gewöhnen.“ Zwei individuelle Fehler hätten umgehend zu zwei Gegentoren geführt. „Aber wir können uns auch nicht beklagen über den Punkt. Kurz vor Schluss hat unser Torwart Jonas Jung noch mal klasse gehalten und uns das 2:2 gerettet“, betont Jung.
Drei Stammspieler fehlen
Bereits vor der Runde war klar, dass es im überschaubaren Hinterweidenthaler Kader nicht allzu viele Ausfälle geben darf. „Da darf nicht viel passieren und – das ist keine Floskel – wir müssen jede Woche an unsere Grenzen kommen, um etwas zu holen“, weiß Jung. Umso bitterer ist es, dass im ersten Heimspiel gleich drei Stammspieler fehlen werden. Max Becker, Fabian Hirschinger und Michael Helfrich sind aus privaten Gründen verhindert. „Kein Vorwurf an die Jungs. Aber das ist natürlich suboptimal für uns. Darüber bin ich nicht gerade glücklich“, merkt Jung an.
Jung senior spioniert
Infos über den Gegner erhält Hinterweidenthals Coach übrigens aus der Sicht eines ausgewiesenen Fachmanns. Sein Vater Robert Jung, der als Trainer einst Mainz 05 in die Zweite Bundesliga führte, beobachtete vor zwei Wochen die SG VB Zweibrücken/Ixheim beim Verbandspokalsieg im Stadtderby gegen den TSC. „Er ist jetzt nicht gleich unser Scout. Aber ich war zeitgleich in Hermersberg und Co-Trainer Daniel Tretter in Hauenstein. Da hat er sich dankenswerterweise bereiterklärt, für uns zu spionieren“, erzählt Jung junior.
Die SG muss vorläufig auf ihren Stammtorhüter Merlin Schäfer verzichten. Der Ex-Oberligakeeper erzielte am Sonntag in der Schlusssekunde gegen Hauenstein das Tor 2:2-Ausgleich und wurde in der anschließenden Jubeltraube von seinen Mitspielern schwer an der Schulter verletzt.