Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Hinterweidenthal: Am Heibertstein gehen die Lichter an

Das erste Spiel unter dem neuen Flutlicht des SV Hinterweidenthal bestritten die A-Junioren.
Das erste Spiel unter dem neuen Flutlicht des SV Hinterweidenthal bestritten die A-Junioren.

Hartplatz ade. Landesligist SV Hinterweidenthal investiert in seine Infrastruktur und hat jetzt an seinem Rasenplatz eine Flutlichtanlage. Warum das aber lange dauerte.

Die Bevölkerung am Heibertstein muss sich wohl erst daran gewöhnen, dass es in der dunklen Jahreszeit rund um den Rasenplatz des SV Hinterweidenthal hell sein wird. Über drei Jahre lang hat es gedauert, bis die LED-Flutlichtanlage des Fußball-Landesligisten von der Einholung erster Angebote schließlich fertiggestellt am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal angeschaltet wurde.

„Es ist zwar noch nicht zu 100 Prozent genau ausgerichtet, wir haben aber gleich auf dem Rasenplatz trainiert“, informiert SVH-Sportvorsitzender Florian Eder. Somit hat gleichzeitig der völlig kaputte Hartplatz, der über Jahrzehnte der Ausweichort war, ausgedient.

Eine Beleuchtungsklasse nach unten gegangen

„Ganz ganz früher gab es an unserem Rasenplatz schon mal ein Flutlicht. Das musste jedoch abgerissen werden, weil es baufällig war“, erzählt Eder. Bis das Neue jedoch „durch“ war, vergingen mehr als drei Jahre. Hauptgrund sei, so Eder, die deutsche Bürokratie in Form der Gemeinde- und Kreisverwaltung gewesen, die lange Zeit keine Baugenehmigung erteilt habe. Diese kam am Ende nur, weil der Verein freiwillig die Leistung herunterschraubte.

Eigentlich war eine Anlage geplant, die laut lichttechnischem Gutachten sogar für Regionalliga-Spiele ausreicht. Da die Kreisverwaltung daraufhin aber ein weiteres, externes Gutachten beantragte, da es in Sachen Bebauungsgrenzen hätte Probleme geben können, gingen die Verantwortlichen des SVH eine Beleuchtungsklasse nach unten. „So haben wir uns einige weitere Sachen erspart“, erklärt der Sportvorsitzende, der laut eigenen Aussagen öfter den Weg nach Pirmasens auf sich nahm und persönliche Gespräche suchte, damit es endlich weitergeht.

Ursprüngliche Kosten um 50 Prozent gesenkt

Trotz der Kritik wegen einer ursprünglich anders erwarteten Unterstützung hat Eder bezüglich der finanziellen Förderung auch lobende Worte für die Kreisverwaltung übrig. So wurde dank dieser Gelder und umfangreicher Eigenleistung der veranschlagte Preis von 87.000 Euro um knapp 50 Prozent gedrückt.

Die Flutlichtanlage soll den Hinterweidenthalern nicht nur ein ganzjähriges Training auf dem Rasenplatz ermöglichen und den Verein somit attraktiver machen, sondern auch zuvor nicht machbare Spiele ermöglichen. „Wenn wir in der Vergangenheit die erste Runde im Verbandspokal überstanden haben, mussten wir wegen des fehlenden Lichts für weitere Spiele immer auf einen anderen Platz ausweichen“, merkt Eder an.

Er wünscht sich in Zukunft „geile Derbys“ unter Flutlicht. Die erste Partie bei beleuchtetem Rasenplatz absolvierten am Freitag die A-Junioren der JSG SV Hinterweidenthal/Wasgau gegen die SG Eintracht Kaiserslautern. Das Tor zum 1:0-Premierensieg erzielte Lucio Frahry.

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