Pirmasens
Sturmtief „Ignatz“: Baumkronen brechen ab, ein Mast stürzt um
Die Stadtwerke Pirmasens berichten von Stromausfällen in der Nacht und den Morgenstunden des 21. Oktobers. In Randgebieten von Pirmasens hätten orkanartige Böen schwere Schäden an den Freileitungsnetzen verursacht. In den Bereichen „Windighöhe“, „Auf der Schwann“ und „Am Rehpfad“ kam es zu Mastbrüchen. „Die Stromversorgung ist in den betroffenen Bereichen unterbrochen“, erklärte Pressesprecherin Kati Miersch. Aufgrund des bis in den Tag hinein anhaltenden Sturms seien Reparaturarbeiten an der Freileitung aus Sicherheitsgründen noch nicht durchgeführt worden, informierte Miersch am Mittag.
Beim Polizeipräsidium Westpfalz war in der Nacht ebenfalls einiges los. „Die Kollegen sind im Dauereinsatz“, berichtete Pressesprecherin Christiane Lautenschläger. Zu den größten Schäden gehören der umgestürzte Strommast auf der „Windighöhe“ und ein Baum, der in Hinterweidenthal auf das Nebengebäude des Bahnhofs gefallen ist. Der Schaden sei in beiden Fällen noch nicht bekannt. Es gebe keine Verletzten.
Die Straßenmeisterei Waldfischbach-Burgalben war an 19 Orten im Einsatz. „Es waren viele Stellen betroffen“, erklärte Straßenwärtermeister Mike Brückner. Von Ästen bis hin zu abgebrochenen Baumkronen sei alles dabei gewesen. Vollsperrungen hat es an mehreren Stellen gegeben, berichtet Brückner. Diese hätten von einer halben Stunde bis hin zu eineinhalb Stunden gedauert. Betroffen waren die L471 zwischen Nünschweiler und Stambach, die L496 zwischen Merzalben und Leimen sowie die K15 bei Rieschweiler und die K17 bei Petersberg. Insgesamt waren 13 Arbeiter der Straßenmeisterei im Einsatz. „Jetzt ist die Lage aber wieder so, dass alles frei ist“, informierte Brückner. Vereinzelt liege noch Geäst am Straßenrand, welches im Laufe der nächsten Woche abgeholt werde. Brückner warnte dennoch vor Folgeschäden. Autofahrer sollten weiterhin vorsichtig sein. Angebrochene Äste und Bäume könnten noch immer auf die Straße fallen.
Die Pfalzwerke berichten von Störungen in Hermersberg, Herschberg, Höheinöd, Erlenbach, Lug, Niederschlettenbach, Waldfischbach-Burgalben, Rumbach und Bobenthal. Dort sei es in der Nacht vom 21. Oktober zwischen zwei und drei Uhr wegen abgeknickter Äste und Bäume, die auf die Leitungen fielen, zu Problemen gekommen. „Inzwischen sind die betroffenen Haushalte aber wieder mit Strom versorgt“, erklärte Pfalzwerke-Sprecher Sven Claus am Donnerstagmittag.
Die Straßenmeisterei Dahn war seit 4.15 Uhr mit vier Männern im Einsatz. Hauptsächlich waren es umgestürzte Bäume, die im ganzen Straßenmeistereigebiet von den Straßen entfernt werden mussten. „Seit Dienstbeginn um sieben Uhr waren wir mit drei Kolonnen mit jeweils vier Mann im Einsatz“, berichtete Thomas Burkhart, stellvertretender Kolonnenführer bei der Straßenmeisterei. Sperrungen habe es nicht gegeben, da Zweige, Äste und Stämme immer direkt von der Fahrbahn geräumt werden konnten.
„Bei uns war es relativ ruhig“, erklärte Sebastian Scherer von der Feuerwehr Pirmasens. Es hätten mehrere Äste auf der Fahrbahn gelegen, die aber durch kleine Einsätze schnell hätten beseitigt werden können. Sperrungen, vollgelaufene Keller oder Verletzte habe es nicht gegeben.
Die Stadtverwaltung Pirmasens ließ den Eingang zum Strecktalpark verschlossen, da die Gefahr des Baumbruchs gegeben sei.