Pirmasens Studenten von morgen zu Gast

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Warum kleben Klebstoffe? Kann man aus Gummibärchen einen brauchbaren Kleber herstellen und wenn ja, warum ist das so? Die Antworten dazu durften 42 Schüler des Pirmasenser Leibniz-Gymnasiums am Montagmorgen „ertüfteln“. Beim Tag der Chemie, zu dem die Hochschule Kaiserslautern gemeinsam mit den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz eingeladen hatte, waren 42 Sechstklässler mit ihren Lehrerinnen auf dem Campus der Hochschule auf der Husterhöhe zu Gast.

„Das hält nicht!“ Mia und Hannah haben als eine der ersten die Aufgabenlösung parat. Unter Anleitung von Knut Göke, Leiter Produktmanagement bei Kömmerling Chemische Fabrik GmbH, hatten die Sechstklässler CDs mit Sand beträufelt. Danach sollten sie diese zusammenkleben. Geht nicht, so das Fazit. Warum das so ist, erklärte Göke kurz und prägnant: Kleber braucht kleine Unebenheiten, um auf einer Oberfläche haften zu bleiben. Sind diese mitunter winzigen Räume bereits mit etwas anderem gefüllt – hier mit Sand – kann er seine Aufgabe nicht erfüllen. Im Saal gegenüber wird auf unkonventionelle Weise Klebstoff produziert. Die Schüler schmelzen dabei Gummibärchen in einem Wasserbad, anstatt sie wie gewohnt zu essen. Daraus entsteht ein farbiger Kleber. Das Geheimnis dabei ist die Gelatine, die aus Proteinen besteht, erklärt Joachim Tretter, Anwendungstechniker bei Kömmerling. „Das klebt echt klasse“, stellen Evelina und Violetta beim Testen fest. „Wir möchten mit unserem Angebot schon früh das Interesse der Kinder an den Naturwissenschaften wecken“, erklärt Knut Göke das Engagement seines Unternehmens. Nicht zuletzt gehe es darum, Nachwuchskräfte für die Zukunft zu sichern. Auch wenn die Sechstklässler sich noch keine Gedanken über ihre späteren Berufe machten, ist Göke sicher, dass ein Grundstein bereits in diesem Alter gelegt wird. Das sieht Thomas Stumm, Leiter des Studiengangs Chemietechnik am Campus Pirmasens, genauso. „Die jungen Leute sind die Studenten von morgen“, sagte Stumm. Er erachte es als wichtig, das Studienangebot und die beruflichen Möglichkeiten in der Region schon früh herauszustellen. In der engen Zusammenarbeit von Lehre und Industrie sieht Stumm einen wichtigen Standortfaktor in der Südwestpfalz. Für Monika Hoock und Beate Klimmer-Fitting, Lehrerinnen am Leibniz-Gymnasium, ist der Tag der Chemie eine gelungene Ergänzung des schulischen Angebots. Mit einer Schulstunde „Experimentieren“ seien die Schüler bereits mit dem Arbeiten im Labor vertraut. „Das hier an der Hochschule zu tun, ist für die meisten sicherlich doch etwas Besonderes und nochmal ein Anreiz“, meint Hoock. |bos

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