Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Straße zum Outlet: „Lebensgefährliche“ Strecke wird erneuert

Der Zustand der Kreisstraße zwischen Contwig und dem Zweibrücker Outletcenter ist schlecht. Ab Mitte Juli soll sie saniert werde
Der Zustand der Kreisstraße zwischen Contwig und dem Zweibrücker Outletcenter ist schlecht. Ab Mitte Juli soll sie saniert werden.

Zwei Millionenprojekte im Straßenbau starten noch im Sommer. Dazu gehört auch die als „lebensgefährlich“ bezeichnete Verbindung zwischen Contwig und dem Outlet.

Die Tage einer der schlimmsten Holperpisten der Südwestpfalz sind gezählt. Mitte Juli soll die Kreisstraße 74, die von Contwig zum Outlet führt, saniert werden. Die vorhandene Fahrbahn weist gleich mehrere Schäden auf. Aufgrund der mangelnden Tragfähigkeit des gesamten Oberbaus und wegen der zu geringen Fahrbahnbreite sind auf der gesamten Strecke Fahrbahnränder abgesackt. Es gibt Längs- und Querrisse im Straßenbelag, dazu Verdrückungen, also muldenartige Verformungen und Spurrillen durch extreme Belastungen. Reiner Hohn, FDP-Kreistagsmitglied aus Hornbach, bezeichnete die Straße schon vor zweieinhalb Jahren als „lebensgefährlich“.

Vorgesehen ist der Einbau neuer Asphaltschichten, eine einseitige Verbreiterung der Straße im Vollausbau, die Anpassung des Straßenquerschnitts und die Herstellung tragfähiger Bankette mit einer Breite von jeweils 1,5 Metern auf jeder Seite. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit soll im Bereich des Contwiger Ortseingangs eine Verkehrsinsel gebaut werden, um die bergabfahrenden Fahrzeuge abzubremsen. Die Kosten für die Sanierung der 1,8 Kilometer langen Strecke schätzte der Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern (LBM) auf 1,8 Millionen Euro. Das Land hat im März eine Förderung in Höhe von rund 1, 3 Millionen Euro zugesagt.

Neun Monate Vollsperrung

Derzeit läuft noch die Ausschreibung, bis zum 9. Juni haben Firmen die Möglichkeit, Angebote abzugeben. Der günstigste Anbieter soll noch im Juni den Zuschlag erhalten. Dazu ermächtigte der Kreisausschuss den Kreisvorstand. Der Beginn der Bauarbeiten ist dann für Mitte Juli vorgesehen, skizzierte Landrätin Susanne Ganster (CDU) am Montag den geplanten Ablauf.

Der LBM rechnet mit einer Bauzeit von neun Monaten. Dafür ist eine Vollsperrung in zwei Abschnitten vorgesehen: zunächst vom Kreisel am Outlet bis zum Truppacherhof, dann vom Truppacherhof bis zum Contwiger Ortseingang.

Die Brücke über die Bahngleise bei Höhmühlbach wird ab Ende Juni saniert.
Die Brücke über die Bahngleise bei Höhmühlbach wird ab Ende Juni saniert.

Künftig Ampel auf der Bahnbrücke

Schon Ende Juni sollen die Arbeiten zur Sanierung der Brücke über die Bahngleise bei Höhmühlbach beginnen. Die Stichstraße mit der Brücke verbindet dort die Fabrik- und die Flurstraße in Höhmühlbach. Das Brückenbauwerk ist 60 Jahre alt und weist Schäden und Mängel auf, die eine grundlegende Instandsetzung erfordern. Im Zuge der Instandsetzung wird ein einseitiger Gehweg eingerichtet, die Sichtverhältnisse für die Verkehrsteilnehmer werden verbessert. Die Brücke wird künftig nur noch einspurig befahrbar sein. Eine Ampel auf der Brücke regelt den Verkehr, Autofahrer, die von Höhmühlbach in Richtung Landesstraße 477 nach Rieschweiler und Thaleischweiler-Fröschen unterwegs sind, haben Vorrang, um Standzeiten im Ort zu verringern.

Der Umbau der Brücke erfordert weitere Arbeiten im Umfeld, etwa die Umgestaltung des Einmündungsbereichs innerhalb der Ortslage, die Neuordnung der Gehwege und die Erneuerung der Entwässerungseinrichtungen. Die Verbandsgemeindewerke Thaleischweiler-Wallhalben haben Kanalarbeiten in der einmündenden Gemeindestraße angekündigt, der Kreis lässt die Fahrbahndecke der 200 Meter langen freien Strecke der K78 erneuern.

Da dies eine Gemeinschaftsmaßnahme ist, übernimmt die Ortsgemeinde die Kosten für die Gehwege (31.000 Euro), die Verbandsgemeinde die Kosten für den Kanalbau (288.000 Euro) und der Kreis die für die Brücken- und Straßensanierung (1,04 Millionen Euro).

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