Pirmasens Starke zweite Hälfte: Fünf Tore in Serie zu 19:12 machen alles klar

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Rodalben. Zwei Spieltage vor Saisonende hat die Turnerschaft Rodalben den dritten Tabellenplatz in der Handball-Pfalzliga erobert. Am Samstagabend gewann die TSR das Nachholspiel gegen den TV Ruchheim mit 31:22 (13:11).

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an Heini Klein, der Anfang April im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben war. Klein war Torjäger jener legendären TSR-Mannschaft, die in den 1960er Jahren mehrfach Pfalzmeister wurde. Die mit Trauerflor spielenden Rodalber fanden gut ins Spiel. Die Abwehr stand gut, im Angriff hielt die TSR das Tempo hoch, wovon Jörn Poß auf Rechtsaußen mit drei Toren profitierte. Der sehr wirkungsvolle Moritz Baumgart warf in der 13. Minute das 8:3. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich vermeidbare Fehler ins TSR-Spiel ein, selbst wunderschön herausgespielte Möglichkeiten wurden vergeben. Es glückte nicht mehr viel auf beiden Seiten. Beide Trainer nahmen ein Timeout, wobei die Gäste ihrem Trainer wohl besser zugehört haben, denn sie verkürzten den Rückstand auf zwei Tore. Beeindruckt waren die beiden überzeugenden Schiedsrichter aus dem saarländischen Quierschied, als sie nach der Halbzeitpause wieder in die Halle kamen: „Diese Stimmung hier ist sensationell, vor allem der Trompeter (Claus Schäfer) ist super. Respekt! Und das in der Pfalzliga. Das sieht und hört man nicht immer.“ „Wir waren kampfschwach in der ersten Halbzeit“, so TSR-Kapitän Moritz Baumgart zu Beginn der zweiten Hälfte, „das wurde in der Kabine angesprochen“. Nun zeigte die Turnerschaft eine deutlich bessere Leistung. Fünf Tore in Folge durch Kevin Hauck, Moritz Baumgart und Fabian Hauck zum 19:12 – es schien es, als werde die Mannschaft mit jedem Treffer sicherer. Die TSR spielte nun mit einer Leichtigkeit, einer Zuversicht, bei der Torerfolge programmiert waren. Kevin Hauck, mit insgesamt zehn Toren bester Werfer seines Teams, und Jonas Baumgart, waren nun die Protagonisten, die dem Spiel mit ihren Toren den Stempel aufdrückten. Dazwischen glänzte immer wieder der eingewechselte Pascal Glöckner, der seine bislang beste Leistung im TSR-Tor zeigte. Selbst eine Manndeckung für Moritz und später auch für Jonas Baumgart konnte die Rodalber nicht mehr stoppen. „Wir haben zu viele Fehler im Angriff gemacht, und die Konter haben uns dann endgültig das Genick gebrochen“, zog Ruchheims Trainer Horst Senk sein Fazit. Moritz Baumgart war natürlich mit der zweiten Halbzeit zufrieden: „Da haben wir Spielwitz und Moral gezeigt. Der dritte Tabellenplatz ist verdient.“

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