Pirmasens Star der Leinwand: Nick Nolte

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Katharine Hepburn soll Nick Nolte vorgeworfen haben, schon in jeder Gosse von Los Angeles aufgewacht zu sein, woraufhin Nolte antwortete, „ein paar fehlen mir noch“. 2002 ging ein Polizeifoto um die Welt, auf dem er, ausgezehrt, mit wirrem Haar und desorientiert in die Kamera blickt. Der Schauspieler, zurzeit als zauseliger Ex-Alkoholiker in „Picknick mit Bären“ zu sehen, lebte lange nach dem Motto „life imitates art“. Der bullige Charakterdarsteller, der wie kein anderer gebrochene Machos spielen kann, ist auch in der Realität als Bruchpilot bekannt. Die Rolle des Haudegens schien dem vierschrötigen Football-Spieler mit deutschstämmigen Wurzeln, der wegen schlechter College-Leistungen seine Sportler-Karriere vermasselte, auf den Leib geschrieben. 1941 in Nebraska geboren, zog er jahrelang mit einer Wanderbühne durchs Land und trat in Fernsehrollen auf. Gegen Ende der Siebziger bekam er Engagements im aufblühenden Actiongenre. Seinen Kinodurchbruch feierte er 1977 mit dem Unterwasser-Thriller „Die Tiefe“. Der wandlungsfähige Darsteller wuchs schnell über sein Raubein-Image hinaus. Zu sehen war er im Politthriller „Under Fire“, in der Actionkomödie „Nur 48 Stunden“, in der Komödie „Zoff in Beverly Hills“, im Melodram „Herr der Gezeiten“, im Thriller „Kap der Angst“ und im Drama „Lorenzos Öl“. Für das Drama „Der Gejagte“ bekam er 1999 nach „Herr der Gezeiten“ eine zweite Oscar-Nominierung. Im neuen Jahrtausend musste der Star nach Drogen- und Alkohol-Exzessen kleinere Brötchen backen. Für das Sportdrama „Warrior“, das in Deutschland nicht im Kino startete, erhielt er 2011 seine dritte Oscar-Nominierung. Nolte, der jetzt clean ist, sagt über seinen Werdegang: Mein Problem war immer das Leben da draußen - die Wirklichkeit mit ihren verdammt unverdaulichen Problemen. Kein Wunder, dass ich die Schauspielerei liebe.“ (chy/Foto: dpa)

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