Pirmasens Star der Leinwand: Jake Gyllenhaal

Der Schauspieler, zurzeit als muskulös aufgepumpter Boxer in „Southpaw“ zu sehen, stammt aus einer illustren schwedischen Adelsfamilie, deren Wurzeln sich bis zu König Gustav Adolf I. zurückverfolgen lassen. Doch er ist auch Angehöriger des Hollywood-Adels: Stephen Gyllenhaal, der Vater des 1980 in Los Angeles geborenen Schauspielers, ist Regisseur, seine Mutter Naomi Foner Drehbuchautorin, seine Patentante ist die Schauspielerin Jamie Lee Curtis. Von Paul Newman bekam er Fahrunterricht, und seine Familie wurde von Präsident Clinton zum Geburtstag eingeladen. Zudem gehört Jake mit seiner Schwester Maggie zu jenen Geschwistern, die auf der Leinwand reüssieren – wie etwa Peter und Jane Fonda, John und Joan Cusack, Shirley McLaine und Warren Beatty, und zurzeit die australischen Gebrüder Hemsworth, Liam, Chris und Luke. Bereits als Elfjähriger trat Jake in der Komödie „City Slickers“ auf; ein Jahr später spielte er in seines Vaters Drama „A Dangerous Woman“ mit. Nach einer von den Eltern verordneten Pause trat der ehrgeizige Teenager während seiner College- und Studentenzeit fast pausenlos vor die Kamera. Er war in den Kinderfilmen „Rocketeer“ und „Jumanji“ zu sehen, übernahm 2001 die Hauptrolle im „Sleeper“-Hit „Donnie Darko“ und gab in „The Good Girl“ den Lover von Jennifer Aniston. Weitere frühe Filme sind das Drama „Moonlight Mile“ und Roland Emmerichs Katastrophen-Thriller „The Day after Tomorrow“. Dennoch stand Jake im Schatten der vielfach preisgekrönten Maggie, die zur „Indie-Queen“ aufgestiegen war. Doch das änderte sich mit seiner Hauptrolle in Ang Lees Oscar gekröntem Drama „Brokeback Mountain“ über die Liebesgeschichte zweier Cowboys. Danach war er endgültig in der A-Liga angelangt und war im Psycho-Kammerspiel „Der Beweis“ mit Gwyneth Paltrow, im Kriegs-Film „Jarhead“ und in der Videospiel-Verfilmung „Prince of Persia“, im Polizeidrama „End of Watch“ und im Thriller „Nightcrawler“ zu sehen. Doch es gab auch herbe Tiefschläge; so wurden Gyllenhaal fast in letzter Minute die ikonischen „Spider-Man“ und „Batman“-Rollen weggeschnappt. Der blauäugige Beau, einer der meist begehrten Junggesellen Hollywoods, war mit den Kolleginnen Kirsten Dunst und Reese Witherspoon liiert und auch mit Sängerin Taylor Swift. (chy/Foto: dpa)