Pirmasens Standort in Wiesenstraße aufgehübscht
Volles Haus gestern Morgen bei Kaufland in der Wiesenstraße: Nach zehnwöchiger Umbauzeit war das Warenhaus am Montag und Dienstag für finale Arbeiten geschlossen geblieben. Gestern strömten die Kunden. Für 800.000 Euro ist die Filiale aus dem Jahr 1990 aufgehübscht worden, sagte Marktleiter Andreas Abt bei einem Rundgang.
Mit dem geplanten zweiten Kaufland-Standort an der Zweibrücker Straße habe die Modernisierung nichts zu tun, so Abt. Alle Kaufland-Häuser würden umgestaltet, Pirmasens sei allerdings als erste Filiale in Rheinland-Pfalz an der Reihe. Modern, frisch, attraktiv und übersichtlich laute das Credo für die Zukunft. Abt unterstreicht, der Standort laufe gut, seit der Schließung des Real-Marktes im September 2016 seien neue Käuferschichten dazu gewonnen worden. „Die Leute kommen nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus dem Dahner Tal, Thaleischweiler-Fröschen und sogar Waldfischbach-Burgalben.“ Zwischen 3000 und 5000 Kunden seien es täglich. Abt geht davon aus, dass für die zweite Kaufland-Filiale, die auf dem ehemaligen Real-Gelände hochgezogen wird, demnächst mit den Abrissarbeiten begonnen wird. Eröffnung solle im Herbst 2018 sein. „Ob ich dort Marktleiter werde, ob es ein anderes Sortiment als in der Wiesenstraße gibt, dazu kann ich nichts sagen“, so Abt. Das Nonfood-Angebot, also Textilien, Autozubehör, Haushaltswaren, sei am jetzigen Standort eher klein. Ob es im neuen Markt größer wird? Kein Kommentar. In der Wiesenstraße, wo 336 Parkplätze zur Verfügung stehen, bewirtschaftet Kaufland eine Verkaufsfläche von rund 4220 Quadratmetern. Der letzte große Umbau, bei dem auch der Fußboden ausgetauscht worden ist, ist zehn Jahre her. Kaufland präsentiert sich nach der jüngsten Maßnahme viel heller, lichter, die Eingangsschranken sind weg, es gibt neue Mittelgänge, um Kunden zum schnellen Einkauf zu animieren. Regale wurden auf eine Höhe von 1,80 Meter abgesenkt, Wo was zu finden ist, von Babynahrung bis Tiefkühlkost, wird jetzt mit großen Hinweisschildern angezeigt. Die Kaufland-typische Signalfarbe Rot ist an vielen Ecken einem moderneren Anthrazit gewichen, Holzelemente wurden eingebaut, alles ist neu gestrichen worden. „Das viele Rot wirkte zuletzt ein bisschen altbacken“, argumentiert Abt. Das neue Farbkonzept sei dezenter, damit komme Kaufland hochwertiger daher. Wer sich schnell mit Essen versorgen möchte, für den gibt es nun ein To-go-Sortiment, kleine Snacks, Obstsalat und Smoothies für unterwegs. Weil Frische bei Kaufland eine besondere Rolle spielen soll, ist Filialleiter Abt, der diesen Job seit elf Jahren macht, vor allem auf die umgestaltete Obst- und Gemüseabteilung stolz. Die Waren werden auf neuen Tischen präsentiert, Preistafeln aus Pappe sind modernen Displays gewichen, auf denen ab 18 Uhr in Rot die Preissenkungen bis Geschäftsschluss angezeigt werden. Neu ist eine Frischfleischbedientheke, zudem soll es künftig mehr Regionales geben, „Wawi, Park, Weine aus der Vorderpfalz“, nennt Abt Beispiele. Ebenfalls neu in der Wiesenstraße: ein Artikelsicherungssystem. Wie in Modehäusern seien bestimmte Waren jetzt geschützt. „Am Ausgang sind Antennen aufgebaut, die Alarm schlagen, wenn Langfinger zugreifen.“ Das sei aber keine Reaktion auf zunehmende Ladendiebstähle in Pirmasens, sagt Abt. Auch in anderen Filialen werde diese neue Technik eingeführt. Baudezernent Michael Schieler lobte die Kaufland-Modernisierung. Zum künftigen zweiten Standort an der Zweibrücker Straße sagte er: „Die Bevölkerung wartet darauf, dass Ersatz für Real kommt.“ Es sei durchweg positiv aufgenommen worden, dass in der Nachbarschaft von Mediamarkt und Takko wieder ein Verbrauchermarkt komme. Es sei wichtig für ein Mittelzentrum wie Pirmasens, an der Peripherie die Versorgung des Umlandes und der 11.000 Einpendler sicherzustellen.