Pirmasens Spielerisch viel Luft nach oben

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Bundenthal. Im Wasgauderby der Fußball-Bezirksliga haben die Sportfreunde Bundenthal die Oberhand behalten. In einer insgesamt mäßigen Partie besiegten die Gastgeber den SV Hinterweidenthal mit 1:0 (1:0). Jens Ehrstein verwandelte vor 200 Zuschauern den entscheidenden Elfmeter.

Hinterweidenthals

Trainer Bernd Jung brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Spielerisch war da noch eine Menge Luft nach oben.“ Denn das Spiel des Tabellenfünften gegen den Vierten lebte weniger von spielerischen Elementen als vom Kampf und von der Spannung bis zum Ende. Die beste Möglichkeit der Gäste besaß in der 90. Minute Angreifer Jannik Steigner. Sein Freistoß aus 22 Metern landete an der Latte des Bundenthaler Tores. Ansonsten war das einfach zu wenig, was die Gäste in der Offensive boten. Ein Freistoß ans Außennetz (5.) und ein gefährlicher Eckball, den Bundenthals Keeper Septimiu Baraian gerade noch vor der Linie wegfaustete, waren die einzigen nennenswerten Aktionen des SVH im ersten Durchgang. In der zweiten Halbzeit verzeichnete Hinterweidenthal bis zu Steigners Lattenknaller keine echte Torgelegenheit. Die Einheimischen brauchten zehn Minuten, ehe sie sich sortiert hatten und ihrerseits konstruktive Aktionen nach vorne starteten. In der 17. Minute schoss Hubert Schertl knapp über das Gästetor. Das goldene Tor aus Bundenthaler Sicht fiel fünf Minuten später: Der gute Dominik Will jagte Hinterweidenthals Felix Schiefer an der Mittellinie den Ball ab, Will leitete sofort weiter zu Schertl, der – davon profitierend, dass Hinterweidenthals Abwehr aufgerückt war – umgehend den startenden Marco Naab bediente. Naab umkurvte auch noch Schlussmann Jonas Jung, der beim Herauslaufen den Angreifer von den Beinen holte. Da in der Mitte zwei Gästespieler zurückgelaufen waren, beließ es Schiedsrichter Baumgartl außer dem fälligen Elfmeter bei einer Gelben Karte für Jung. Bundenthals Ehrstein schickte Jung dann in die rechte Ecke und schob den Ball ganz sicher in die linke Torecke. Trotzdem war der Keeper noch einer der Besten seines Teams. Nach 56 Minuten rettete der frühere Oberligatorhüter zweimal überragend gegen Schertl (Schrägschuss aus zwölf Metern) und den direkt darauffolgenden Drehschuss von Ingo Greif. „Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen. Aber im Endeffekt waren wir das bessere Team. Ein besseres Spiel konnte man kaum erwarten, da wir ständig mit wechselnden Aufstellungen spielen müssen“, befand Bundenthals Trainer Stefan Nagy nach der Partie. Die Gäste wurden Mitte der zweiten Hälfte gezwungenermaßen offensiver. Nagy brachte nun seine beiden rumänischen Landsleute Cosmin Paina und Adrian Negrita. Während Hinterweidenthals Angriffsbemühungen weitgehend verpufften, bot sich den Einheimischen nun der Raum für Konter. Nach Negritas feinem Pass und Stellungsfehler des eingewechselten Lukas Barlang lief Schertl allein auf das Gästetor zu. Jung kam heraus und blieb lange stehen. Schertl versagten die Nerven – sein Schuss flog drei Meter neben das Tor (75.). In der Nachspielzeit schoss Negrita in aussichtsreicher Position am Tor vorbei. „Im Spiel beider Teams habe ich kaum einen Unterschied gesehen. Ein Remis wäre okay gewesen. Ein individueller Fehler hat das Spiel entschieden“, zog Hinterweidenthals Trainer Jung sein Fazit.

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