Pirmasens Sommer in der Stadt: Pirmasenser Ärzte sind „ziemlich gut“

Pia Wagner
Pia Wagner

Die in Waldfischbach-Burgalben lebende Pensionärin Pia Wagner ist mit ihrem Sohn am Pirmasenser Exerzierplatz unterwegs. Vor wenigen Tagen wurde sie an den Augen operiert, sehen kann sie noch relativ schlecht. Der Sohn muss die 81-Jährige führen, ansonsten fühlt sie sich fit. Sie kommt gerade vom Besuch beim Augenarzt. „In Pirmasens besuche ich regelmäßig die Ärzte. Die sind hier ziemlich gut. Nach Kaiserslautern möchte ich nicht. Das wäre von meinem Zuhause ein Katzensprung. Da fühle ich mich in Pirmasens schon wohler“, sagt die rüstige Pensionärin. Im Herzen sei sie schon immer Pirmasenserin gewesen, schließlich sei sie auch hier geboren. „Ich kenne mich hier aus und weiß, wo alles ist. Warum soll ich in eine fremde Stadt gehen fürs Einkaufen oder für Arztbesuche?“, meint sie. Dass in den nächsten Jahren in der Region ein Ärztemangel entstehen könnte, befürchtet sie nicht. Zwar gingen derzeit viele Mediziner in Ruhestand, aber es hätten sich auch viele junge Ärzte vor Ort angesiedelt. „Ich denke, das wird. Unsere Region ist alleine schon durch die Mietpreise interessant für junge Leute mit Familien. Ich denke nicht, dass da der Notstand ausbricht“, meint Wagner. Auch sonst finde sie in ihrer Heimatstadt alles, was sie braucht. „Ich muss zusehen, dass ich bald wieder richtig sehen kann, dann kann ich mich endlich wieder um Haus und Garten kümmern. In unserer Region ist es schön, da gibt es zuhause immer etwas zu tun, da muss man nicht weg“, sagt Wagner, die sich „mit Leib und Seele“ um ihre Familie kümmert und gerade in den Sommermonaten mit Kind und Kegel gerne im Garten sitzt. Auf ihre beiden Enkelinnen ist Pia Wagner besonders stolz. Beide haben studiert und „machen ihr Ding“, wie sie sagt. Da ist sie schon froh, dass es die heutige Generation in solchen Sachen einfacher habe als diejenigen, die den Krieg, Hunger und Leid erlebt hätten. „So etwas wäre für viele früher nicht in diesem Umfang möglich gewesen, wie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen es heute tun. Das freut mich für meine Enkelinnen“, sagt sie, hakt sich bei ihrem Sohn ein und schlendert durch die Pirmasenser Fußgängerzone.

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