Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel So lief der Auftakt im Pirmasenser Impfzentrum

Notarzt Tobias Flöser (links) impft Marcel Adelmann.
Notarzt Tobias Flöser (links) impft Marcel Adelmann.

Der Bundenthaler Notfallsanitäter Marcel Adelmann ist der erste Südwestpfälzer, der im Pirmasenser Impfzentrum geimpft wurde. Das startete am Dienstag als landesweit erstes mit der Impfung von Ärzten, Sanitätern und dem Personal des Impfzentrums selbst. Ab Donnerstag kommen die eigentlichen Risikopatienten dran.

Der begehrte Impfstoff wurde am Montagabend vom Gesundheitsamt in einem Verteilzentrum in Kaiserslautern abgeholt. Während andere rheinland-pfälzische Kreise und Städte noch mit der Impfung warteten, starteten Landrätin Susanne Ganster und Oberbürgermeister Markus Zwick (beide CDU) einen Rundruf, um alle impfwilligen Sanitäter gleich am Dienstagmorgen impfen zu können. 60 wollten davon Gebrauch machen und meldeten sich an. Impfstoff war für 195 Personen geliefert worden und lagerte in Trockeneis in einem Spezialkühlschrank des Impfzentrums in einer der Messehallen, die über den Eingang des unteren Messegeländes erreichbar ist. Dort wurde das in kleinen Glasfläschen gelieferte Produkt von einer Apothekerin auf Spritzen gezogen. Nach der Dosierung sei das Impfmittel bis zu fünf Tage lang noch haltbar.

Das Prozedere dauert eine Stunde

Die ersten impfbereiten Sanitäter warteten in einer Schlange am Eingang. Das Prozedere sieht nach der Erfassung der Daten eine persönliche Information in einem Aufklärungsgespräch vor, dann geht es zur Impfung und anschließend bleibt der frisch Geimpfte noch zur Beobachtung für den Fall einer Unverträglichkeit oder anderen Impffolgen. Für den Notfall seien Sanitäter vor Ort, die sich beispielsweise bei Übelkeit um die Person kümmern könnten, versicherte OB Zwick. Eine Begleitperson sei nur bei besonders zu betreuenden Personen nötig. Ansonsten könne jeder alleine zu Impfung kommen. Der ganze Vorgang dauere etwa eine Stunde, so Zwick. Das Pirmasenser Impfzentrum wird ab Donnerstag mit bis zu 19 Mitarbeitern besetzt sein.

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Den Anfang mit Sanitätern, Ärzten und dem Impfpersonal zu machen, begründete Landrätin Ganster mit deren täglichen Coronaeinsätzen. Diese Berufsgruppe müsse besonders geschützt werden, auch um das Virus nicht über einen eventuell infizierten Sanitäter direkt zu extrem gefährdeten Notfallpatienten zu tragen.

Senioren werden extra geimpft

Das erste Seniorenheim soll laut Ganster am Mittwoch in Contwig durchgeimpft werden. Zwick hofft, die Pirmasenser Senioreneinrichtungen im Lauf der Woche „impfbereit“ zu bekommen. Dann könnten am Wochenende auch in Pirmasens die ersten Senioren in Heimen mit mobilen Impfteams versorgt werden.

Künftig täglich 125 Impfdosen

Die bescheidene Zahl von Impfdosen für zunächst 195 Impfungen werde in der kommenden Woche deutlich gesteigert, versprach Ganster. Dann sollen täglich Impfdosen für 125 Personen verfügbar sein.

Der erste Sanitäter, der am Dienstag einen Piks bekam, war Marcel Adelmann, der als Notfallsanitäter in der Rettungswache Bundenthal arbeitet. Angst vor der Impfung habe er keine, versicherte Adelmann. Er habe Vertrauen in die Medizin, sagte der Notfallsanitäter, als der Arzt mit der mehrere Zentimeter langen Nadel auf seinen Oberarm zukam. „Und das war es schon“, meinte Adelmann nach der wenige Sekunden dauernden Injektion.

Landrätin Ganster und OB Zwick versicherten am Dienstag, dass nach den Sanitätern und Ärzten die eigentlichen Risikogruppen bei der Impfung dran seien. Verwaltungsmitarbeiter seien nicht bevorzugt und OB Zwick betonte, dass er erst ganz am Schluss geimpft werden wird. „Ich bin jung und gesund“, so Zwick, der jedoch versicherte, dass er sich später auf jeden Fall impfen lassen werde.

Apothekerin Sandra Eckelmann bereitet die Impfdosen vor.
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Warten auf den Piks.
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