Fußball
Sitzschalen-Dissonanzen: Kein Kreispokalfinale im Pirmasenser Framas-Stadion
Rückblende: Am Karsamstag 2022 besiegt der SC Busenberg im Kreispokalfinale den FK Petersberg durch ein Tor von Felix Burkhard vor 700 Zuschauern im Stadion auf der Pirmasenser Husterhöhe mit 1:0. Danach gibt es Ärger. Pokalspielleiter Alexander Beuerle spricht von „ein paar Problemen mit der Stadt Pirmasens“, der Eigentümerin des Framas-Stadions, das seit Jahren (mit einer Ausnahme) Austragungsort des Endspiels war. Die Stadt habe nach der Begegnung defekte Sitzschalen auf der Haupttribüne reklamiert und diese „in Rechnung gestellt“. Wie viele Sitze beim Pokalfinale kaputtgegangen sein sollen und wie hoch die Schadensumme war, will Beuerle gegenüber der RHEINPFALZ nicht sagen, nur so viel: „In der Höhe und inhaltlich war das nicht in Ordnung.“
Nicht 3000 Sitze inspizieren
Ein Jahr später erreichte wieder der SC Busenberg das Endspiel, in dem nun der Gegner FC Rodalben heißt. Bei der Suche nach einem neutralen Austragungsort entschied sich der Fußballkreis in Abstimmung mit den beiden Vereinen gegen die 10.000 Zuschauer fassende Arena. „Wir hätten ja vor dem Spiel eine komplette Abnahme des Stadions machen müssen – und die Haupttribüne hat ja 3000 Sitzplätze ...“, erläutert Beuerle.
Drei Vereine hätten sich als alternativer Austragungsort beworben. Die Wahl fiel auf den Rasen des geografisch in der Mitte zwischen Rodalben und Busenberg liegenden SV Hinterweidenthal. Der SVH erhält die gastronomischen Einnahmen der Veranstaltung, die Finalisten teilen sich die Eintrittsgelder. Beuerle schätzt, dass „beide Vereine von relativ vielen Anhängern unterstützt werden“. Wichtig: Auf der Anlage muss der Wettbewerbssponsor, die Brauerei Bitburger, „präsent sein“ können.
Werbebanner-Problem
Da Bitburger acht Werbebanner beim Pokalfinale aufhängen möchte, war der ursprünglich gewünschte Termin an Christi Himmelfahrt (18. Mai) oder am Tag davor nicht zu realisieren, wie Beuerle erklärt: „Da sind bereits vier, fünf andere Kreispokalfinals im Südwestdeutschen Fußballverband. Und so viele Werbebanner haben die nicht.“ Also wird nun am Sonntag, 4. Juni, ab 15 Uhr unterm Hinterweidenthaler Heibertstein gespielt. Sitzschalen gibt es dort nicht ...