Fußball
Sieben turbulente Minuten bei FK Pirmasens II gegen FSV Offenbach
In der ansehnlichen Verbandsliga-Partie am Samstagabend auf dem Kunstrasen im Sportpark Husterhöhe hatten es vor allem sieben Minuten in der ersten Hälfte in sich. Zunächst vergab der Spielertrainer des FK Pirmasens II, Christopher Ludy, einen Elfmeter (18.) – Stefan Scoular-Stajic war im Strafraum von Offenbachs Sven Glaser gerempelt worden. Ludy schoss den Elfer nicht schlecht, doch der Schlussmann des FSV Offenbach, Mika Stabel, tauchte in das vom Schützen aus gesehen linke Toreck ab und lenkte den Ball zur Ecke. Von der 21. bis zur 25. Minute fielen dann drei Treffer.
Ludys Kopfballtore
Routinier Ludy, den an diesem Tag der Co-Trainer der Oberligamannschaft, Hagen Burkart, anstelle des verhinderten Co-Trainers Timo Sammel an der Seitenlinie unterstützte, ließ sich durch seinen Fehlschuss vom Punkt keineswegs beeindrucken und traf zweimal mit sehenswerten Kopfbällen ins Gästetor. Zum 1:0 lieferte Luca Eichhorn die Flanke (21.), zum 2:1 servierte Scoular-Stajic die maßgenaue Freistoßflanke auf den Kopf des Spielertrainers, der nun acht Saisontreffer auf seinem Konto hat.
„Wir wussten, dass Ludy diese Qualitäten hat, und haben das im Vorfeld auch angesprochen“, merkte Offenbachs Coach Daniel Jahnke später dazu an. Zwischen den beiden Ludy-Treffern sorgte FSV-Angreifer Daniel Szadorf für den vorübergehenden Ausgleich (24.). Silas Wagner hatte zuvor einen weiten Ball aus der eigenen Hälfte mit dem Kopf in den Lauf von Szadorf verlängert. Dieser zog sofort ab und traf unhaltbar für den guten Torwart Maximilian Cölsch, der am Samstag anstelle von Nico Jeckel im Tor stand – Jeckel hatte einen Tag zuvor nach der Roten Karte für Benjamin Reitz sein Oberliga-Kurzdebüt gefeiert.
Gutmanns Comeback
Bei Pirmasens kam erstmals nach über zwei Monaten Verletzungspause Silas Gutmann zum Einsatz. Der schon zum Oberligakader zählende 19-Jährige, der wie seine Teamkollegen im Mittelfeld, Sergen Tok und Scoular-Stajic, sowie der regionalligaerfahrene Angreifer Eichhorn eine Menge Geschwindigkeit in das Spiel der FKP-Reserve brachte, agierte stark und hatte in der zweiten Hälfte Pech, als er nach guten Angriffen zweimal nur den Pfosten des Offenbacher Tores traf (73., 76.).
„Wir haben es versäumt, das dritte Tor nachzulegen. Am Ende war der späte Ausgleich bitter. Aber insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung. In der letzten halben Stunde haben wir nicht mehr so konsequent verteidigt und kaum zweite Bälle gewonnen“, sagte Ludy nach dem Abpfiff. Er selbst hatte nach den zwei Aluminiumtreffern von Gutmann in der 85. Minute nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Timo Landoll die Möglichkeit zum 3:1, doch FSV-Keeper Stabel entschärfte Ludys Schrägschuss mit einer tollen Parade.
Szadorfs zweites Tor
Die Gäste legten im zweiten Durchgang merklich zu und brachten das Tor von Cölsch immer häufiger in Bedrängnis. Dreimal musste der Pirmasenser Torwart gegen Szadorf (64.), Agmir Bajraktari (70.) und den eingewechselten Jan Löffelmann (78.) sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern.
Zwei Minuten vor Spielende war Cölsch dann machtlos. Die Pirmasenser Abwehr brachte den Ball nicht aus dem Strafraum, Szadorf schaltete am schnellsten und traf mit einem Flachschuss aus zwölf Metern. Das Fazit von FSV-Trainer Jahnke: „Pirmasens war spielerisch etwas besser. Wir haben mit Zweikampfstärke dagegengehalten. Am Ende haben wir eine gute Moral gezeigt und nehmen diesen Punkt sehr gerne mit.“
SO SPIELTEN SIE
FK Pirmasens II: Cölsch - Luca Hauk, Stuppy, Shala, Sesay - Scoular-Stajic (61. Schäfer), Volberg, Gutmann (81. Simon Hauk), Tok - Eichhorn (67. Landoll), Ludy (86. Jensen)
FSV Offenbach: Stabel - Inser (81. Sebastian), Born, Hörner, Glaser - Bajraktari, Hayes, Bittig, Knoblauch (65. Felix) - Wagner (84. Löffelmann), Szadorf
Tore: 1:0 Ludy (21.), 1:1 Szadorf (24.), 2:1 Ludy (25.), 2:2 Szadorf (88.) - Gelbe Karten: Eichhorn, Schäfer, Shala - Bajraktari, Glaser, Hayes - Beste Spieler: Cölsch, Gutmann, Ludy, Shala - Hayes, Hörner, Szadorf - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Rößler (TV Lonsheim).