Tischtennis
SG Waldfischbach nutzt plötzliche Chance zum Aufstieg
Der ASV Sembach galt als die Übermannschaft der 2. Tischtennis-Pfalzliga West und schaffte mit 18:0 Punkten denn auch die perfekte Ausbeute aus der Hinserie. Die SG Waldfischbach wies da bereits fünf Zähler Rückstand auf. Der TTC Nünschweiler II, personell ebenfalls gut ausgestattet, hinkte von Beginn an den Erwartungen hinterher. An den direkten Aufstieg war da schon nicht mehr zu denken.
Doch in der zweiten Saisonhälfte konnte oder wollte Sembach seine Topspieler Pawel Foltanovwicz, Tomas Vorisek und Tomas Malek nicht mehr einsetzen. Die Waldfischbacher nutzten ihre Chance, gewannen die ersten acht Rückrundenpartien allesamt, bevor es im abschließenden Saisonspiel, als die SGW bereits Meister als Meister feststand, noch eine 5:9-Niederlage gegen Mitaufsteiger TTC Pirmasens setzte.
Starke Bilanz von Demmere und Zimmermann
„Mit so einem Verlauf war natürlich nicht zu rechnen. Eigentlich waren vor der Saison die Favoritenrollen mit Sembach und Nünschweiler klar verteilt. Pirmasens hatten wir mit uns gleichstark eingeschätzt“, erklärt SGW-Kapitän Markus Letzelter, der nach eigenen Worten erst am drittletzten Spieltag – nach dem 9:6-Sieg gegen Sembach – mit dem Titel liebäugelte.
Großen Anteil am Aufstieg hatte Dominik Demmere, der vor der Saison von Sembach nach Waldfischbach zurückgekehrt war und wie Routinier Bernd Zimmermann im Spitzenpaarkreuz eine 25:8-Siegesbilanz erspielte. Auch im mittleren Paarkreuz schafften Mario Lelle (18:9) und Markus Letzelter (17:8) eine starke Bilanz. Hinzu kam das Doppel Demmere/Zimmermann, das von 18 Partien nur zwei verloren geben musste.
Drei neue Spieler für die neue Saison
Für die kommende Saison haben die Waldfischbacher, in deren Meisterteam alle Spieler über Erfahrung in der 1. Pfalzliga verfügen, gleich dreifach Verstärkungen an Land gezogen. Vom SV Weselberg (2. Pfalzliga) wechselt Angriffsspieler Marcel Schäfer zur SGW. Hinzu kommt der Topspieler des TTC Steinalben, Marcel Eberhahn, der sowohl mit Noppen auf der Rückhand als auch mit brachialen Angriffsschlägen auf der Vorhandseite gefährlich ist. Und von der TTA Vinningen wurde in Jonas Greiner, der auch Kreisspielleiter Ost ist, der Topspieler verpflichtet.
„Auf dem Papier gehören wir von der Spielstärke sicher zu den Top-Mannschaften der 1. Pfalzliga. Zudem sind alle drei neuen Spieler noch jung und entwicklungsfähig. Aber man darf nicht vergessen, dass die 1. Pfalzliga noch mal eine andere Hausnummer ist und dieses Jahr viele andere Vereine aufrüsten“, bewertet Letzelter die Lage. Auch habe von den Neuen noch keiner in der 1. Pfalzliga gespielt. „Trotzdem hoffen wir, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und möglichst im oberen Drittel der Liga mithalten zu können“, erklärt der SGW-Kapitän. Wer künftig wegen der Neuverpflichtungen nicht mehr Teil des Teams sein kann, sei noch offen.