FUSSBALL
SG Eppenbrunn verliert nach Verlängerung gegen SV Hinterweidenthal
„Am Schluss gewann die glücklichere Mannschaft“, befand denn auch Daniel Tretter, einer von drei Trainern des SVH. Er habe ein Duell „auf Augenhöhe“ gesehen, das durch einen sehenswerten Konter erst in der 115. Minute entschieden wurde. Eppenbrunn drängte in der Schlussphase auf die Entscheidung vor dem sich anbahnenden Elfmeterschießen, als der Ball am Strafraum der Hinterweidenthaler verloren ging. Der sehr agile, technisch starke Marius Schäfer passte gedankenschnell in den Lauf des nach vorne preschenden Marius Schweitzer. Dieser hob, am gegnerischen Strafraum angekommen, den Kopf, passte präzise quer auf den ebenfalls nach vorne gesprinteten David Schneider, der den Ball cool zum 1:2 einlochte.
Marius Schäfer trifft
Es war dies erst die zweite Torchance für den Gast gewesen. Auch die erste Möglichkeit hatte der SVH genutzt: Schäfer traf energisch nach Querpass von Fabian Zwick zum 0:1 (28.). Nach dem Seitenwechsel überließ Hinterweidenthal Landesliga-Absteiger Eppenbrunn das Terrain. Dieser kam zu Chancen. Marvin Hahn wuchtete den Ball freistehend, unweit vom Elfmeterpunkt, über SVH-Keeper Jonas Jung und das Tor. Kurz darauf bot sich Marco Schaaf die Möglichkeit zum Ausgleich, doch er zögerte einen Moment zu lang, so dass Kim-Dan Schenk klären konnte.
Den K. o. verpasst
Dann war es allerdings so weit: Schaaf dribbelte sich geschickt frei und schoss den Ball ins lange Eck – 1:1 (66.). „Wir warteten in dieser Phase auf den K. o. der Hinterweidenthaler, hätten das 2:1 und 3:1 einfach machen müssen“, grämte sich nach der Partie SGE-Trainer Christian Zarbel. Marvin Hahn ließ eine dicke Möglichkeit aus, nachdem ihn Tobias Dreyer perfekt freigespielt hatte (82.). Und schließlich ließ auch der erst nach einer Stunde eingewechselte Spielertrainer Mounir Rabahi in der 88. Minute eine Topchance aus, als er an den Krakenarmen von SVH-Torwart Jung hängenblieb.
Rudelbildung
Für viel Aufregung sorgte ein Foul von Marco Schaaf, der SVH-Sturmspitze Ahmari Jones rüde von hinten von den Beinen holte (86.). Da wurde im Nachgang geschubst, und es bildete sich ein Rudel. Schaaf hatte Glück, dass er für sein sehr hartes Einsteigen nur Gelb sah – ebenso wie der vehement mit dem Schiedsrichter hadernde SVH-Trainer Hans Duppré und der SVH-Vorsitzende Florian Eder. Jones musste ausgewechselt werden. „Das war schon eine entscheidende Szene, denn bei Rot für Schaaf hätten wir die Verlängerung in Überzahl spielen können“, klagte Daniel Tretter.
Sein Pendant auf Eppenbrunner Seite, Christian Zarbel, zeigte sich „sehr einverstanden mit der Spielweise“ seiner Elf, mit der Chancenverwertung indes nicht. Er gehe mit seinem Kader die Bezirksligasaison „ambitioniert“ an.
SO SPIELTEN SIE
SG Eppenbrunn: Wolfer - Roman, Schira, Neb, Leininger - Brauner, Marvin Hahn (89. Mangold) - Jan-Luca Hahn (62. Mounir Rabahi), Dreyer, Tarek Rabahi (72. Eichhorn) - Schaaf
SV Hinterweidenthal: Jung - Fess, Schenk, Helfrich, Schneider - Singer, Tretter - Zwick (67. Schiefer), Schäfer, Schweitzer (116. Becker) - Jones (90. Kessler)
Tore: 0:1 Schäfer (28.), 1:1 Schaaf (66.), 1:2 Schneider (115.) - Gelbe Karten: Schaaf - Singer, Trainer Duppré, Vorsitzender Eder - Beste Spieler: Schaaf, Roman - Schäfer, Schenk, Tretter - Zuschauer: 140 - Schiedsrichter: Deliargyris (Thaleischweiler-Fröschen).