Pirmasens Selbstkritik ist erster Schritt zu Besserung

«PIRMASENS.»Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FK Pirmasens II, Patrick Fischer, ist guter Dinge, dass seine Kicker das blamable 4:4 gegen den ASV Winnweiler gut verkraftet haben. Deshalb blickt er der Partie beim Tabellendrittletzten ASV Fußgönheim auch optimistisch entgegen (Anstoß: Sonntag 15 Uhr, Sportanlage Jahnstraße).
„Die Jungs waren sehr selbstkritisch mit ihrer Leistung, jeder hat die Fehler bei sich selbst gesucht und nicht auf die Mitspieler geschoben“, fasste der Trainer die nicht ganz einfache Übungseinheit vom vergangenen Dienstag zusammen. Da galt es Erklärungen dafür zu finden, wie man in den letzten 14 Minuten einen komfortablen 4:1-Vorsprung unverständlicherweise aus den Händen geben kann. „Wir haben den Ball nicht lange genug gehalten und von hinten die Dinger nicht einfach mal weggeschlagen“, skizzierte Fischer und fügte an: „Ich habe sowohl als Spieler und Trainer noch nie erlebt, dass so viele Fehler gemacht wurden.“ Allerdings versuchte der Coach, seinen Schützlingen auch wieder Mut zu machen. „In vielen Spielen waren wir bisher besser“, sagte Fischer, der gar lieber nicht darüber nachgedacht hätte, wo seine Mannschaft stehen könnte, wenn sie ihre Partien in Rüssingen und jetzt gegen Winnweiler gewonnen hätte. Er hat es aber getan, die verschenkten Punkte dazugerechnet und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: „Dann wären wir Dritter“, sagt der Übungsleiter und schüttelt den Kopf. So stehen die Pirmasenser aber gerade mal zwei Zähler und zwei Plätze vor Fußgönheim auf Rang 13. Aber Fischer warnt: „Die gehören nicht dorthin.“ Aussagekräftig sind für den FKP-Trainer vielmehr die Ergebnisse der letzten drei Verbandsligaspiele. Da holte das Team von ASV-Trainer Jan Kamuf sieben Punkte. In Hauenstein gelang ein 2:0-Sieg, zu Hause folgte ein 3:1 über Hassia Bingen, und voriges Wochenende dann ein 0:0 bei Alemannia Waldalgesheim. Mit welchem Personal Fischer die Hürde Fußgönheim nehmen will, stand gestern noch nicht ganz fest. Sicher ist, dass aus dem Oberligakader erneut Yannick Osee zu seinem Team gehört. Routinier Florian Opitz droht nach einer Trainingsverletzung auszufallen. Ein Option sei, so Fischer, Co-Trainer Benjamin Peters aufgrund seiner Erfahrung in die Startelf zu beordern. Der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Verteidiger Frederik Eitel sitzt wahrscheinlich auf der Bank.