FUSSBALL
„Sehr talentierter“ Leon Schehl ist nun im Derby Hauenstein gegen Hinterweidenthal gefordert
Dabei begann die Runde für den angehenden Erzieher, der gerade in der Grundschule Hauenstein sein zweites Lehrjahr absolviert, denkbar schlecht. Im allerersten Training nach der Corona-Zwangspause zog sich Schehl einen knöchernen Außenbandriss am Knöchel zu. Die Folge: acht Wochen zuschauen. Am 31. Juli im Verbandspokal-Erstrundenmatch gegen den ASV Lug/Schwanheim, bei dem er bis zur B-Jugend gespielt hatte, feierte Schehl in den letzten Spielminuten sein Comeback.
Am 5. August unterlag der SCH in der zweiten Verbandspokalrunde dem SV Hinterweidenthal etwas unglücklich mit 1:2. Schehl wurde zehn Minuten vor Spielende eingewechselt und erlebte alle drei Treffer auf dem Platz mit. Seitdem war er stets von Beginn an im Einsatz.
„Schon ziemlich weit“
Sein Trainer Niklas Kupper spart nicht mit Lob für seinen Youngster, der bisher immer auf der Sechser-Position zum Einsatz kam: „Leon ist sehr talentiert und schon ziemlich weit. Er ist technisch sehr stark und kann was mit dem Ball anfangen. So etwas brauchen wir auf dieser Position.“ An seiner Geschwindigkeit müsse er noch etwas arbeiten. „Ich war noch nie der Schnellste und das wird sich wohl auch nicht mehr allzu sehr verbessern“, sagt Schehl, der im Vergleich zum Juniorenfußball ein viel höheres Tempo und eine weitaus härtere Spielweise ausgemacht hat. Dass er im ersten Herren-Jahr gleich auf seiner Lieblingsposition ran darf, sei natürlich sehr schön.
„In Mannschaft und Umfeld passt alles super“
Nach vier Spieltagen hat der Sportclub sechs Punkte, genauso viele wie der SV Hinterweidenthal, der am Dienstag um 19 Uhr zum Landesliga-Wasgauderby im Stadion am Neding antritt. „Gegen Hinterweidenthal haben wir etwas gutzumachen. Wir wollen unbedingt einen Sieg einfahren“, betont Schehl. Er sieht seine Zukunft mit dem Sportclub optimistisch: „In der Mannschaft und im Umfeld passt alles super. Mein persönliches Ziel ist es, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Damit hätten wir dann auch nichts mit dem Abstieg zu tun.“
Sein Vater Marko, der lange Jahre Spieler und Trainer beim ASV Lug/Schwanheim war, verfolgt alle Spiele seines Sprösslings aufmerksam. „Während des Spiels hält er sich zurück. Zu Hause nach dem Spiel sprechen wir aber schon über einzelne Dinge“, verrät Leon Schehl.