Pirmasens Schuhfachschule: Pirmasenser Kompetenz gefragt

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„Wir haben mit der Deutschen Schuhfachschule ein neues EU-Projekt an Land gezogen“, freut sich Jörg Altpeter, Schulleiter der Berufsbildenden Schule (BBS) in Pirmasens. Es geht um die Schuhfertigung der Zukunft. Die Deutsche Schuhfachschule ist der BBS angegliedert und gilt als Vorzeigeobjekt.

Zusammen mit Partnern in Rumänien, Spanien, Portugal und Italien sei das Ziel des Forschungsprojektes, einen bequemen Schuh zu entwickeln, der obendrein modisch ist. „Fit2com“ heißt das durch die Europäische Kommission geförderte Erasmus-Projekt mit dem Ziel, Schuhfirmen dabei zu unterstützen, schrittweise Komfortaspekte in ihre Produkte mit aufzunehmen und zudem – das ist ganz neu – ein Schulungsangebot zu konzipieren. Altpeter hat an einem ersten Treffen in Portugal teilgenommen, sagt, das Pirmasenser Know-how sei sehr gefragt in Europa. „Die Portugiesen sind in der Produktion stark, die Spanier beim Design, wir haben eine Stärke beim Konstruieren.“ Da helfe auch das Internationale Schuh-Kompetenzzentrum. Das Projekt trage dazu bei, die Deutsche Schuhfachschule, die für ein hohes Ausbildungsniveau stehe, draußen noch bekannter zu machen. „Wir haben da Gelegenheit zu zeigen, dass die Kompetenz in der Ausbildung immer noch in Pirmasens ist.“ Sein Kollege aus der Schulleitung, Markus Kiefer, ergänzt: „Viele haben tolle Ideen, aber unsere Leute können die Schuhe so bauen, dass man hinterher darin laufen kann.“ Die Schuhfachschule mit Sitz auf der Husterhöhe müsse mittlerweile wieder Schüler ablehnen. Das sei nicht immer so gewesen. Auch aus dem Ausland meldeten sich junge Leute für die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Schuhtechniker auf Bachelor-Level in Pirmasens an. Regelmäßig gebe es Abschlussarbeiten mit namhaften Firmen der Schuhindustrie. „Die dann sogar die Ideen der Absolventen abkaufen und in die eigene Kollektion aufnehmen“, erzählt Kiefer. Zuletzt wurde nur noch in der Fachrichtung Modellgestaltung ausgebildet, jetzt wird der Ausbildungsgang Betriebstechnik wieder aufgenommen. Er hebe mehr darauf ab, Produktionsstätten aufzubauen und den Robotereinsatz zu planen. Diese Kenntnisse sind laut Altpeter vor allem in Asien gefragt. |cla

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