FUSSBALL
SC Weselberg im Verbandspokal-Achtelfinale: Der Traum vom FCK lebt weiter
„Wir wollen heute gewinnen und dann den 1. FC Kaiserslautern als Los“, sagte der SCW-Platzsprecher vor dem Anpfiff. Die sanften musikalischen Klänge aus den Lautsprechern schienen sich nicht auf die Spieler übertragen zu haben. Es wurde gegrätscht und geackert, aber gerade in der Weselberger Offensive zwischen Julian Bold, Patrick Huffmann und Top-Torjäger Kevin Büchler gab es auch die feinen Klänge. Das Trio kombinierte sich mit One-Touch-Fußball zu Chancen. Immer wieder setzte Weselbergs Spielmacher Alexander Baum die Angreifer in Szene und stand auch im Rückraum für Torabschlüsse bereit. Auch mit Freistoßen sorgte er immer wieder für Gefahr. Richtig erwies sich auch, dass Jascha Conzelmann, sonst eher offensiv unterwegs, hinten rechts verteidigte. Mit seinen Dribblings öffnete der schnelle Ex-Oberligaspieler immer wieder Räume für seine Mitspieler.
Abwehrchef köpft 1:0
„Wir sind einer zu wenig“, mahnte Hoppstädtens Torhüter Tobias Buch und sollte in der 13. Minute recht behalten, als der mit seiner Übersicht glänzende Abwehrchef des SCW, Marco Keßler, unbedrängt aus fünf Metern zum Führungstreffer einköpfte. „Wir haben bei den Ecken unsere Laufwege. Wir wissen schon, was wir machen“, sagte später der Torschütze, der sein Team auch konditionell überlegen sah. Nur eine Minute später glich TuS-Stürmer Maximilian Ding mit einem Kopfballtor nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zum 1:1 aus. Ding war der Reibungspunkt der Weselberger Spieler und Zuschauer. Als SCW-Torhüter Steffen May gerade mit einem weiten Schlag die erneute Führung vorbereitet hatte, stellte er sich – die Arme hockreckend – vor den Gäste-Angreifer und sah dafür die Gelbe Karte.
Überzahl geschaffen
„In der zweiten Halbzeit waren wir auch besser, weil wir im Mittelfeld Überzahl schaffen konnten“, sagte Weselbergs Spielertrainer Felix Assel. Büchler stand beim 3:1 (51.) völlig allein und musste sich kaum nach oben schrauben, um per Kopf nach einem Eckball zu erhöhen.
Noch ein Eigentor
Auch beim 4:1 machte es der Landesligist den Platzherren zu einfach. Büchler setzte sich mit einem Dribbling auf außen durch und sorgte für die endgültige Entscheidung – was das Team von Weselbergs Spielertrainer Assel nicht davon abbrachte, sich weiter Chancen zu erspielen. Sich aufgebende Gäste beförderten den Ball nach einem Eckball zum 5:1 ins eigene Netz (79.). Beim 6:1 nutzte Huffmann einen Abwehrbock des TuS (89.). Am Ende war der Sieg auch in der Höhe verdient, weil Weselberg eine klasse Balance zwischen offensivem Spiel und sicherer Abwehr fand.
Wunsch: FCK oder Hermersberg
Und nun die Profis vom Betzenberg? „Der FCK wäre das Traumlos, aber es darf auch ein schönes Derby gegen den SV Hermersberg sein“, sagten Abwehrchef Keßler und Trainer Assel unisono nach dem Abpfiff.
SO SPIELTEN SIE
SC Weselberg: May - Conzelmann, Patrick Keßler (24. Ahrens), Marco Keßler, Graßmann - Assel, Alexander Baum (80. Cordioli), Landoll - Büchler, Huffmann, Bold (65. Attila Baum)
Tore: 1:0 Marco Keßler (13.), 1:1 Ding (14.), 2:1 Bold (21.), 3:1 Büchler (51.), 4:1 Büchler (66.), 5:1 Eigentor (79.), 6:1 Huffmann (89.) - Gelbe Karten: May, Marco Keßler, Huffmann - Jung - Beste Spieler: Alexander Baum, Marco Keßler, Huffmann - Werner - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Ritter (Münchweiler an der Alsenz).