FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel SC Hauenstein: Schiedsrichter-Schelte und ein folgenschwerer Patzer

Szene mit (von links) den beiden Steinbachern Marcus Schunk und Lukas-Franz Krautschneider, Leon Schehl und Noel-Niklas Kästner.
Szene mit (von links) den beiden Steinbachern Marcus Schunk und Lukas-Franz Krautschneider, Leon Schehl und Noel-Niklas Kästner. Im Hintergrund: Tom Rautenkranz.

Der SC Hauenstein ist am Sonntag mit einer 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den TuS Steinbach in die Aufstiegsrunde der Fußball-Landesliga West gestartet. Vor 280 Zuschauern sahen in der Schlussphase erst der Steinbacher Marvin Gödtel, dann Hauensteins Spielertrainer Niklas Kupper Gelb-Rot.

Niklas Kupper „motzte“ auch nach dem Spiel noch über Schiedsrichter Robin Schulze, der ihm aus seiner Sicht einen klaren Strafstoß verwehrt hatte. In der 86. Minute hatte der eingewechselte SCH-Angreifer Tim Scherer von links geflankt. Am langen Pfosten ging Kupper zum Kopfball. Ein TuS-Spieler klärte mit dem Fuß in Kopfhöhe und berührte Kupper auch noch im Gesicht – den Elfmeter hätte man durchaus geben können. „Den hat er nur nicht gegeben, weil ich es war. Der hat mich schon vor einiger Zeit in Hohenecken vom Platz gestellt und heute war das wieder das Gleiche“, haderte Kupper, der in der 90. Minute nach einem Disput mit Schulze erst die Gelbe, dann die Rote Karte gezeigt bekam.

Schlechter Rasen

Nachdem sich der Coach des Sportclubs beruhigt hatte, gestand er aber auch ein, dass sein Team bei schlechten Platzverhältnissen eine ganz schwache Leistung abgerufen habe. „Nach vorne ging viel zu wenig. Ein individueller Fehler hat das Spiel letztlich entschieden“, stellte Kupper fest. Jenen Patzer leistete sich Co-Spielertrainer Philipp Weishaar. In der 36. Minute trat der ansonsten feine Techniker beim Klärungsversuch über den Ball. Steinbachs Angreifer Danny Schulz nahm das Geschenk dankend an, steuerte allein aufs Tor zu und schloss überlegt ab.

„Ich dachte, dass der Ball höher abspringt. Tat er aber nicht, und ich trete drüber. Das war ganz klar mein Bock“, beschönigte Weishaar nach dem Abpfiff nichts. Insgesamt sei es von seinem Team einfach zu wenig gewesen. Weishaar: „Der Platz war sehr schlecht, und das ist den Gästen sicher zugutegekommen.“

Abwehrhünen

Die Nordpfälzer, die bis zur Führung keinen Torschuss abgegeben hatten, verdienten sich den Erfolg mit zunehmender Spielzeit. Die Abwehr stand fast durchgehend sicher. Die hünenhaften Innenverteidiger Jan-Eric Barz und Dawid Szaszorowski fingen die meist hoch nach vorne getretenen Bälle der Hauensteiner mühelos ab. In der zweiten Halbzeit entschärfte SCH-Torwart Hendrik Gräfe mit einer Glanzparade den Schuss von Sebastian Walther (53.). Nach 65 Minuten köpfte der aufgerückte Jan-Eric Barz nach einer Ecke nur um Zentimeter vorbei.

Hauensteins beste Gelegenheit datierte aus der 75. Minute. Nach einem Freistoß von Kai Schacker köpfte Weishaar vor das Gästetor, und der aufgerückte Innenverteidiger Nico Rüdiger verfehlte den Ball mit dem Kopf nur um Haaresbreite.

SO SPIELTEN SIE

SC Hauenstein: Gräfe - Rautenkranz, Weishaar, Rüdiger, Veith (60. Busch) - Kästner (Braun), Schehl (79. Roth) - Kupper, Seibel, Brödel (83. Scherer) - Schacker

Tor: 0:1 Schulz (36.) - Gelbe Karten: Brödel, Kästner, Veith - Jonas Barz, Jonas Krautschneider - Gelb-Rot: Kupper (90.) - Gödtel (82.) - Beste Spieler: Rautenkranz, Rüdiger - Jan-Eric Barz, Hayrapetyan, Szaszorowski - Zuschauer: 280 - Schiedsrichter: Schulze (SV Ohmbach).

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