Fußball
SC Hauenstein geht mit A-Jugend-Torhüter ins Topspiel gegen SV Hermersberg
Die Personalsituation war beim SC Hauenstein in der Wintervorbereitung teilweise etwas angespannt, ein Testspiel in Bellheim musste abgesagt werden. Aufgrund des anhaltend schlechten Wetters konnte der zurück in die Verbandsliga strebende SCH nicht immer den Rasenplatz benutzen und musste immer mal wieder auf den Hartplatz, in die Soccerhalle oder ins Fitness-Studio ausweichen. „Das ist eben so. Wir kennen das seit Jahren. Wir verfügen eben nicht über einen Kunstrasenplatz. Auch wenn wir durch Krankheit, Beruf und Studium etwas gebeutelt wurden, waren unsere Einheiten intensiv und gut“, sagt Trainer Philipp Weishaar und fügt hinzu: „Wir wollen nicht rumheulen. Im Winter haben alle Mannschaften mit Erkältungen und dergleichen zu kämpfen.“
Personell ist sein Team allerdings nicht mehr ganz so umfangreich aufgestellt wie noch vor der Winterpause. Gleich drei Spieler, Leon Christmann (zum VTG Queichhambach), Alexander Port (ASV Lug/Schwanheim) und Ersatztorwart Kimi Becker (Palatia Contwig), haben den SCH verlassen. Sebastian Busch steht ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Er wird, nachdem ihn der SCH-Vorstand als A-Juniorentrainer abgelöst hat, die Runde auf eigenen Wunsch in der beim Kooperationspartner TV Hauenstein beheimateten zweiten Mannschaft zu Ende spielen. Und Mittelfeldspieler David Laux steht wegen eines Praxissemesters in Stuttgart, dem sich wahrscheinlich ein Auslandsaufenthalt anschließt, bis auf Weiteres auch nicht zur Verfügung.
Winterpause: Kein Erfolg bei der Torwartsuche
Dazu kommen diverse verletzte Spieler. Ex-Regionalligastürmer Tim Hecker, Marvin Dully (beide Kreuzbandriss) und Jan Keiser (krank) haben diese Saison noch kein Spiel bestritten. „Hecker hat jetzt einmal mittrainiert. Das dauert aber noch, bis an einen Einsatz zu denken ist“, informiert Weishaar. Etwas weiter im Wiederherstellungsprozess sei Dully. Auch Jan Keiser greife demnächst wieder an.
Hendrik Gräfe, der jetzt einzige SCH-Torwart, zog sich im Testspiel vor drei Wochen in Billigheim eine Rippenverletzung zu und kann gegen Hermersberg nicht auflaufen. Er wird vom Torwart aus der Verbandsliga-U19, Julian Sander, vertreten. „Da habe ich gar keine Bedenken und volles Vertrauen in Julian“, betont Weishaar. Nach dem Weggang von Becker in der Winterpause habe sich der Sportclub, so der Coach, um einen neuen Torwart bemüht – aber ohne Erfolg: „Wer gibt schon im Winter einen Torwart ab? Vielleicht für einen Haufen Geld, oder es müsste jemand sein, der länger nicht gespielt hat.“
Mit Skorski mehr Kopfballstärke und Stabilität
Immerhin befindet sich der lange verletzte Anton Weinriefer wieder im Training. Mittelfeldspieler Noel Kästner, in der Vorrunde öfter verletzt, steht wieder voll zur Verfügung. Und der im Sommer vom Verbandsligisten FK Pirmasens II gekommene Bastian Skorski, der aufgrund einer Schulterverletzung erst am Ende der Vorrunde zu Teileinsätzen kam, ist inzwischen voll einsatzfähig. Er hat die komplette Wintervorbereitung mitgemacht. Der Münchweilerer wird mit seiner Erfahrung und Körperlichkeit der ohnehin schon besten Defensive der Liga zusätzliche Stabilität verleihen. „Da bekommen wir Qualität und Kopfballstärke dazu. Das ist schon eine Hausnummer“, merkt Weishaar an.
Er und seine Mannschaft freuen sich darauf, dass es nun endlich wieder losgeht. „Wir hätten schon am vergangenen Wochenende gerne gegen Hackenheim gespielt, aber der Platz war unmöglich bespielbar. Es ist auch kein Nachteil, dass wir jetzt gegen Hermersberg das erste Spiel haben“, sagt Weishaar. Hauenstein verfügt über sechs Punkte Vorsprung auf die Gelb-Schwarzen von der Sickingerhöhe und hat zudem noch zwei Spiele weniger ausgetragen. „Wir haben weder den Vorsprung noch die Nachholspiele besonders im Kopf. Die muss man auch erst mal gewinnen, und sie bedeuten zu einer anderen Zeit in der Saison auch eine Mehrbelastung“, stellt der SCH-Trainer klar.
Gegner Hermersberg zweitbestes Auswärtsteam
Hermersberg kommt am Samstag als zweitbestes Auswärtsteam, das auf des Gegners Platz erst einmal verloren hat. Doch Hauenstein, 3:1-Hinspielsieger in Hermersberg, ist zu Hause eine Macht. Nach der Niederlage im ersten Saisonspiel gegen Meisenheim ließ der Spitzenreiter sieben Siege in Serie folgen und erzielte dabei 35:10 Treffer. Trotz des Abstieges hat das Hauensteiner Team in der Verbandsligarunde 2024/25 viel Erfahrung gesammelt.
Eine große Stärke des Spitzenreiters: Er bestrafte in der laufenden Saison Fehler des Gegners zumeist gnadenlos. Diese Effizienz sorgte auch dafür, dass Spiele gegen ebenbürtige Gegner gewonnen wurden – wie beim 3:2 gegen die bärenstarke SG Rieschweiler.
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
- Landesliga: SC Hauenstein - SV Hermersberg (Samstag, 16 Uhr), SF Bundenthal - SV Rodenbach, SV Hinterweidenthal - TSG Trippstadt (beide Sonntag, 15 Uhr), SG Rieschweiler - SV Kirchheimbolanden (Sonntag, 15.30 Uhr)
- Bezirksliga: SV Mackenbach - SG Eppenbrunn, Palatia Contwig - FC Rodalben (beide Sonntag, 15 Uhr).