Pirmasens Südwestpfalz: Waldbrandgefahr steigt

90 Prozent der Waldbrände werden von Menschen verursacht. Derzeit steigt die Gefahr von Waldbränden auch in der Südwestpfalz. Sy
90 Prozent der Waldbrände werden von Menschen verursacht. Derzeit steigt die Gefahr von Waldbränden auch in der Südwestpfalz. Symbolfoto: dpa

Wegen der nun auch in der Südwestpfalz steigenden Waldbrandgefahr wenden sich die Forstämter Hinterweidenthal, Wasgau (Dahn) und Westrich (Pirmasens) mit einem gemeinsamen Appell an die Bürger. Nachdem die Südwestpfalz in den vergangenen Wochen zu den Regionen in Deutschland zählte, die noch relativ gut mit Niederschlägen versorgt war, steigt auch hier die Waldbrandgefahr rasch an, so der Leiter des Forstamts Westrich, Theodor Ringeisen.

Viele Waldbrände von Menschen verursacht



Die fortschreitende Austrocknung der Waldböden in Verbindung mit hohen Temperaturen bildet eine gefährliche Mischung. Etwa 90 Prozent aller Brände in Wald und Flur gehen auf unvorsichtigen Umgang von Menschen mit offenem Feuer zurück. Waldbrände können auch durch Blitzschlag entstehen. Schon ein kleiner Funke oder ein glimmender Gegenstand kann einen folgenschweren Brand auslösen. Die Forstämter der Südwestpfalz bitten deshalb alle Waldbesucher, sich strikt an die Vorsorgemaßnahmen zu halten. Dazu gehört das Beachten des strengen Rauchverbots. Auch das Entfachen offenen Feuers im oder am Wald ist verboten. Eine besondere Gefahr geht von „Einmalgrills“ aus. Auch das Hinterlassen von Müll – insbesondere Glas – kann zu Bränden führen. Bereits eine kleine Glasscherbe kann durch Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken und eine Brand entfachen. Heiße Katalysatoren können trockenes Material entzünden; Autos dürfen deshalb nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.

Bei Rauchentwicklung Notruf wählen



Waldeinfahrten sollen unbedingt frei gehalten werden, damit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr im Notfall jederzeit passieren können.
Die Forstämter bitten, jede Rauchentwicklung außerhalb von Siedlungsgebieten sofort den zuständigen Stellen unter Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) zu melden. Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) über die aktuelle Gefährdungslage sind unter dem Stichwort Waldbrandgefahrenindex – Stationsdaten – abrufbar.

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