Pirmasens Südwestpfälzische Spektakelkicker

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PIRMASENS. Bei den Nachwuchsfußballern könnte es im C-Juniorenbereich einen Erdrutsch geben, der die gesamte Nachwuchsarbeit in unserem Fußballkreis empfindlich treffen würde. Und das auf Jahre. Die Regionalliga-U15 des FK Pirmasens ist ebenso in Abstiegsgefahr wie die Teams aus Hermersberg, Hauenstein und des JFV Zweibrücken in der Landesliga. Eine super Saison spielen hier der FK Pirmasens II und der JFV Südwestpfalz, in dem der MTV Pirmasens und der SVN Zweibrücken gemeinsam ihre Nachwuchsarbeit vorantreiben.

Die von Simon Henrich und Daniel Tretter trainierten Regionalliga-C-Junioren des FK Pirmasens schießen zu wenig Tore. So werden zu viele Spiele, die zwar auf Augenhöhe mit den Gegnern ausgetragen werden, am Ende knapp verloren. Legt die Elf diese Schwäche in der Rückrunde ab, ist der Abstieg kein Thema. Steigt sie aber ab, dann fehlt den Top-Spielern im U15-Bereich hier das geeignete Podium. Umliegende Vereine wie der FC Homburg oder der SV Elversberg würden davon profitieren. In der Verbandsliga ist kein Verein aus unserem Fußballkreis vertreten. Mit sechs Vereinen in der Landesliga steht der Kreis sehr gut da. Momentan. Denn mit Hermersberg, Hauenstein und dem JFV Zweibrücken spielen gleich drei gegen den Abstieg. Die anderen drei haben keine Chance auf den Verbandsliga-Aufstieg, dafür sind die beiden führenden Mannschaften Winnweiler und Donnersberg zu stark. Doch gleich dahinter spielt der aus U14-Spielern bestehende FK Pirmasens II eine hervorragende Runde. „Wir waren in allen Spielen das spielbestimmende Team gewesen. Wir sind topfit und die Jungs können 70 Minuten lang Gas geben“, ist FKP-Trainer Jürgen Rock stolz auf sein Team. „Aber“, und das sei nicht gegen alle Gegner zu kompensieren, „der körperliche Unterschied zwischen den Spielern des Jahrgangs 2002 und unseren im Jahrgang 2003 ist extrem“, bemerkt er. Rock und Frank Marschall bilden das Trainerteam. Die Spieler sind Colin Brödel, Martin Stuppy, Tom Dahler, Johannes Veit, Daniel Pantschenko, Culjandji Abdullah, Paul Buchheit, David Meyer, Marcel Heinz, Lukas Dechantsreiter, Ben Höser, Edison Shala, Marvin Dirscherl, Maximilian Wadle, Paul Durm, Noah Wächter, Tim Zinsmeister, Jonathan Selgrad, Nikolas Nussbaum und Justin Belajewski. Die FKP-U14 konnte im November bei einem hervorragend besetzten Turnier in Dortmund die Teams von Eintracht Braunschweig, Kickers Offenbach und RW Erfurt hinter sich lassen. Knappe Niederlagen gab es gegen den späteren `Turniersieger VfL Bochum und nach langer Führung auch gegen Arminia Bielefeld. „Zum Saisonausklang werden wir an einem Turnier in Bayern teilnehmen“, kündigte Rock an. Michael Eitel brachte mal wieder das Kunststück fertig, eine Jugendmannschaft aus dem Boden zu stampfen und sie auf Anhieb in der Landesliga auf einen vorderen Platz zu führen. Der neu gegründete JFV Südwestpfalz 2016 verfügte vor der Saison über drei U15-Spieler. Im Bereich zwischen Brenschelbach und Lemberg gewann Eitel weitere zwölf Spieler aus der Kreisliga für sein Landesliga-Team. „Ich scheine da ein glückliches Händchen zu haben“, verkündet er schmunzelnd, wenn er auf den hervorragenden fünften Tabellenplatz angesprochen wird, und ergänzt: „Wo wir spielen ist immer Spektakel.“ Ein spektakuläres Spiel war etwa das 6:5 gegen Rodenbach. Nicht die übertriebene Defensivarbeit sondern die Offensive sei sein Credo. Eitel und Co-Trainer Matthias Müller blieb nicht viel anderes übrig, denn: „Wir mussten feststellen, dass wir keinen einzigen Abwehrspieler im Team haben. Lauter Stürmer und Mittelfeldspieler“. Eitel hat kein Problem damit, wenn Punkte verloren werden wie etwa beim 3:3 gegen die TSG Kaiserslautern II, wo es nach 3:2-Führung in der Schlussminute zum Ausgleich kam. „Fußball soll Spaß machen. Den Spielern und den Zuschauern“, sagt er. „Wir haben die drittmeisten Tore geschossen und die zweitmeisten bekommen“, fügt er an. Zehn Spieler kommen aus Pirmasens. Trainiert und gespielt wird beim SVN Zweibrücken. „Das klappt hervorragend. Die Eltern bilden Fahrgemeinschaften und stehen voll dahinter“, betont Eitel, dass die Entfernung kein Problem sei. Neben Keeper Tim Bernhardt stehen Enis Sacini, Manuel Eitel, Finn Müller, Rexhep Fetahu, Deniz Sahin, Samuel Buchhauser, Cedric Feldner, Enrico Bohrer, Philipp Bauer, Jonas-Ben Heber, Niclas Steuer, Aaron Mc Pherson und Kevin Aggoun als Feldspieler zur Verfügung. Zum Saisonauftakt gab es wie immer in den zurückliegenden Jahren ein Zeltlager auf dem SVN-Gelände mit Besuch im angrenzenden Zweibrücker Freibad. „Mein Ziel war es schon zu versuchen, unter die ersten Fünf in der Landesliga zu kommen. Die Jungs haben sich prächtig entwickelt, wir können es auch noch auf Platz drei oder vier schaffen“, ist Eitel optimistisch. „Unser Ziel kann nur sein, den Abstieg zu verhindern. Wir wussten, dass das keine einfache Runde wird, da bis auf zwei Spieler alle Jungs noch im jüngeren Jahrgang (2003) sind“, erklärt Hermersbergs Jugendleiter Thorsten Müller. Leon Chelius und Luca Salzmann gehören der Jugend von Herschberg/Wallhalben an, mit der der SV Hermersberg im C-Juniorenbereich eine Spielgemeinschaft eingegangen ist. Die Trainer Mario Diehl und Marc-Andre Müller versuchen mit Joshua Nickola, Tim Juner, Kevin Käfer, Elias Brödel, Nico Maier, Philipp Ruf, Yves-Maurice Weiß, Niklas Lelle, Lucas Einfalt, Kevin Drexler, Layton Smith, Tim Bauer, Yannick Wilhelm und Florian Schilling die Landesliga zu erhalten. Mit Cedric Walter und Robin Petry helfen immer wieder zwei D-Juniorenspieler in der höheren Altersklasse aus. Die Hallenkreismeisterschaft der U15-Spieler wird am 4. Februar in der Schulturnhalle in Contwig ausgetragen.

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