Pirmasens Ring-Azubi mit drei Länderspielen

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«PIRMASENS.»Für kollektives Aufatmen beim Fußball-Verbandsligisten FK Pirmasens II sorgte am Mittwoch David Kazaryan mit seinem 1:0-Siegtreffer beim Ludwigshafener SC. Ob der 19-Jährige im Match am Sonntag beim bislang sieglosen Aufsteiger TuS Rüssingen (Sonntag, 16 Uhr, Rasenplatz Lindenhof) erneut für die zweite FKP-Mannschaft aufläuft, hängt davon ab, ob Kazaryan heute im Spiel des Oberligateams gegen RW Koblenz eingesetzt wird: Wenn nicht, ist er morgen dabei.

„Das war schon ein schönes Erlebnis, im ersten Pflichtspieleinsatz für den FKP gleich das erste Tor geschossen zu haben“, erzählt Kazaryan und fügt an: „Der erste Sieg war wichtig für die Mannschaft, den Trainer und für mich.“ Der 1998 im westsibirischen Banaul (230 Kilometer südlich von Noworsibirsk) geborene Stürmer scharrt mit den Hufen, um endlich erste Einsatzzeiten in der Oberliga zu bekommen. „Natürlich hoffe ich auf meine Chance, da will ich mich zeigen, mir das Vertrauen verdienen“, betont der beidfüßige Angreifer mit bewegter Vergangenheit. Nachdem er bei Dinamo Moskau ausgebildet worden war, kam er 2014 im Alter von 16 Jahren nach Deutschland, wo er zunächst für die TSG Hoffenheim in der B-Junioren-Bundesliga spielte. In dieser Zeit machte er auch ein U17-Länderspiel für Russland. Dann wechselte er zum 1. FC Saarbrücken, für den er 15-mal in der A-Junioren-Bundesliga auflief. Als FCS-A-Junior hatte er im März 2016 zwei Einsätze in der armenischen U19-Nationalmannschaft. Wieder blieb er nur ein Jahr. Kazaryan ging zur SV Elversberg, für deren zweite Mannschaft er vergangene Saison nach eigenen Angaben in 27 Saarlandligaspielen zwölf Tore erzielte und zudem 14 Torvorlagen lieferte. Seit 14 Tagen wohnt er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Arthur – „ich bin drei Minuten älter als er“ – in Pirmasens. Beide gehen im Unternehmen des Noch-FKP-Präsidenten Andreas Ring in eine Lehre als Maschinen- und Anlagenführer. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, freut sich David Kazaryan, beim FKP ein prima Umfeld gefunden zu haben. Wobei sein Bruder noch nach einem Volleyball-Männerteam in der Region sucht. Die Eltern der beiden leben übrigens in Stuttgart. Der Vater arbeite als Chirurg, die Mutter sei Juristin, berichtet der Neu-Pirmasenser. Wie er sagte, habe er die Möglichkeit, in der armenischen U21-Nationalmannschaft zu spielen, doch müsse er dann auch Wehrdienst in Armenien ableisten. Deshalb mache er vorerst keine Länderspiele mehr ...

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