Kegeln
Region Pirmasens: Nur noch Fortuna Rodalben und Hinterweidenthal in DCU
In der Region Pirmasens kegeln inzwischen nur noch zwei Vereine bei der Konkurrenz des Deutschen Kegler-Bunds Classic (DKBC).
Aufgelöst wurde die DCU-Frauen-Bundesliga, in der die Keglergilde Heltersberg jahrelang eine gute Rolle spielte. Gab es in der Vorsaison im DCU-Landesverband Rheinhessen-Pfalz noch eine Regionalliga mit 200-Wurf-Sechsermannschaften und drei Gruppenligen mit 100-Wurf-Teams, so schrumpfte das Angebot in der laufenden Runde auf eine Verbandsliga mit 200-Wurf-Vierermannschaften und eine 100-Wurf-Liga. Neu ist, dass über die 200-Distanz auch Frauen ihr Können unter Beweis stellen können.
„Herbstmeister“ Fortuna
Nach dem Wechsel der KG Heltersberg und der Turnerschaft Rodalben zum DKBC und damit zum 120-Wurf-System mit Satzwertung verblieben bei der DCU als einzige Teams aus der Region Pirmasens Fortuna Rodalben (in der 200-Wurf-Verbandsliga) und Teufelstisch Hinterweidenthal (in der 100er-Liga).
Nach der Hinrunde, die bis auf einige Nachholspiele absolviert ist, grüßen die Fortunen mit 12:2 Punkten als „Herbstmeister“ von der Tabellenspitze der Verbandsliga, obwohl noch ein Nachholspiel gegen die TSG Haßloch aussteht. Ex-Bundesligist Rodalben steht zur Halbzeit garantiert auf dem Spitzenplatz, denn der KSV Landstuhl (10:6) und die TSG Haßloch (8:6) können die Fortuna in der Vorrundentabelle nicht mehr einholen. Nur bei der SG TV Waldhof/SKV Sandhofen mussten die Rodalber aufgrund personeller Probleme eine Niederlage hinnehmen.
Nolls Tausender
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Einem Heimschnitt von 3709 Kegeln stehen auswärts 3482 Kegel gegenüber. In der Verbandsliga-Auswärtsschnittliste belegt Fortuna-Spieler Sascha Weislogel mit 931 Kegeln Rang zwei, gefolgt von seinen Teamkollegen Markus Noll (927), Katharina Coressel (924) und Marco Bäcker (919). Bei seinen zwei Heimspielen bretterte Markus Noll mit 1008 und 1028 Kegeln absolute Spitzenergebnisse auf die Lindersbach-Bahnen.
„Wir kämpfen bis zum Schluss, bis es keine DCU mehr gibt. Es macht immer noch Spaß, und so spielen wir fast immer Top-Ergebnisse. Daher sind wir zu Recht an der Tabellenspitze. Solange ich nicht mitspielen muss, gewinnen wir“, sagt Fortuna-Sportwart Erich Walker in Anspielung auf seine Kegel-Zwangspause nach einer erfolglosen Schulteroperation.
Mit 12:0 Punkten gehen die Hinterweidenthaler ins neue Jahr. Im Nacken sitzen ihnen Grün-Weiß Contwig (8:2) und der SKC Morlautern (6:4), die noch eine Nachholpartie gegeneinander austragen müssen. Herausragend beim Spitzenreiter kegelt die früher für den ESV Pirmasens in der Bundesliga spielende Sandra Zwanziger, die auswärts (476.5 Kegel), bei Heimspielen (451) und daher auch in der Gesamtwertung (468) alle Schnittlisten anführt. Im Sommer wurde sie bei der DCU Rheinhessen-Pfalz-Meisterin und triumphierte auch auf DCU-Bundesebene.
Landesmeister bei den Herren wurde ihr Ehemann Jürgen. Weitere Aktivposten beim Sportkegelklub Teufelstisch sind Hans-Joachim Hensel und Martin Metzger.
Metzgers Treuebekenntnis
Metzger, auch Sportwart bei den Hinterweidenthalern, gibt sich gegenüber der Deutschen Classic-Kegler-Union loyal und unterstreicht: „Wir wollen der DCU, so lange es geht, treu bleiben. Wir haben nicht vor, den 120er-Modus zu spielen. Unser Ziel ist in dieser Saison die Meisterschaft.“