Pirmasens Psychiatrie zur Nazizeit: Ausstellung nimmt menschverachtende Verbrechen in Blick
Die Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus ging einher mit Zwangssterilisationen von Patienten psychiatrischer Kliniken und von Bewohnerinnen und Bewohnern pfälzischer Dörfer und Städte. Hinzu kamen heimlich durchgeführte Krankenmorde sowie die Deportation und Ermordung von bestimmten Patientengruppen sowie weitere Grausamkeiten. Dieses schreckliche Geschehen nimmt eine Ausstellung in den Blick, die ab kommender Woche im Pirmasenser Kant-Gymnasium zu sehen ist. Ab Montag, 15. Juni, bis Freitag, 19. Juni, kann die Ausstellung während der Unterrichtszeit von der Schulgemeinschaft aber auch von externen Besucher zwischen 9 und 12 Uhr besucht werden. Es handelt sich dabei um eine Wanderausstellung mit dem Titel „NS-Psychiatrie in der Pfalz“. Konzipiert wurde sie vom Pfalzklinikum und vom Bezirksverband Pfalz. Das Ziel: ein Bildungsangebot zu schaffen, das die Auseinandersetzung mit den menschenverachtenden Maßnahmen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik in der Region unterstützen soll.
