Pirmasens Provisorium für Förderschule: Umbau am Hugo-Ball-Gymnasium läuft auf Hochtouren

Das Hugo-Ball-Gymnasium in neuen Farben. An dieser Wand hatten sich über Jahrezehnte die Abi-Jahrgänge mit Graffiti verewigt.
Das Hugo-Ball-Gymnasium in neuen Farben. An dieser Wand hatten sich über Jahrezehnte die Abi-Jahrgänge mit Graffiti verewigt.

Der Umbau des Hugo-Ball-Gymnasiums für Schülerinnen und Schüler der Pirminiusschule schreitet voran.

Bis der Neubau der Pirminiusschule auf dem Gelände der Husterhöhschule fertiggestellt ist, werden insgesamt 40 beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler ab kommendem Schuljahr ans Hugo-Ball-Gymnasium in die Lemberger Straße ziehen. Die dazugehörigen Baumaßnahmen sollen im Herbst abgeschlossen sein. Die Pirminiusschule, in der Kinder mit Beeinträchtigung von der Heinrich-Kimmle-Stiftung betreut werden, leidet seit Jahren unter enormem Platzmangel. Die Schule ist nicht nur zu klein, sondern auch nicht mehr zeitgemäß. Laut Oberbürgermeister Markus Zwick ist der Bedarf an einem Platz in der Förderschule auf der Husterhöhe erheblich gestiegen: 150 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die Schule, im Jahr 2030 werden es Prognosen zufolge 170 sein. Ein Neubau auf dem Gelände der Husterhöhschule ist derzeit in Planung, wird laut Zwick aber voraussichtlich erst in vier bis fünf Jahren bezugsfertig sein. Bis dahin wird am Hugo-Ball-Gymnasium ein Provisorium eingerichtet. „Vier Klassen mit insgesamt 40 Schülerinnen und Schülern werden ab dem Schuljahr 2025/26 im Untergeschoss des A- und C-Baus des Hugo-Ball-Gymnasiums untergebracht, was verschiedene Baumaßnahmen erfordert – vor allem im Sinne der Barrierefreiheit“, erläuterte Zwick bei einem Ortstermin am Hugo-Ball-Gymnasium.

Dort sind gegenüber des A-Baus am Dienstag zwei Sanitärcontainer aufgestellt worden. In einem der Container werden Toiletten für Jungen und Mädchen, im anderen ein barrierefreies WC und eine Duschanlage untergebracht. Weiterhin sollen ein Podest und eine Rampe den sicheren Zugang zu den Unterrichtsräumen gewährleisten. Die Klassenräume werden nach Angaben von Sebastian Libal vom städtischen Gebäudemanagement angepasst, ein Lehrerzimmer für die Lehrkräfte der Förderschule soll es ebenfalls geben. Die Zufahrt zum Provisorium für die Pirminiusschule sowie der Zugang zu den Klassenräumen und dem Lehrerzimmer werden künftig vom Gymnasium getrennt sein – ebenso der Pausenbereich, dessen Boden noch in diesem Herbst asphaltiert werden soll. Auch hinsichtlich des Eingangs, für den es bald auch eine Überdachung geben soll, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um den Anforderungen des Brandschutzes besser gerecht zu werden. So wurde die einflügelige Tür durch eine doppelflüglige ersetzt. Die Kosten für die Übergangslösung insgesamt, mit deren Fertigstellung im Herbst dieses Jahres zu rechnen ist, belaufen sich laut Bürgermeister Michael Maas auf 215.000 Euro.

Energetische Sanierung seit 2021

Unabhängig dieser Baumaßnahmen finden am Hugo-Ball-Gymnasium seit 2021 Sanierungsarbeiten statt, um den Energieverbrauch des Gebäudekomplexes zu senken und den Schulstandort zu sichern. Laut Bürgermeister Michael Maas wurde unter anderem an der Fassade gearbeitet und auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Allein in diesem Jahr will die Stadt 200.000 Euro in weitere energetische Sanierungsarbeiten stecken, darunter in die Erneuerung der Fenster. Gefördert wird das Ganze durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation.

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