FUSSBALL
Pirmasenserin Jessica Libbertz moderiert jetzt für Fifa
Zunächst mal die Frage: Wie geht es? Im Oktober war von einem Krankenhausaufenthalt und einer nicht ungefährlichen Wundrose zu lesen.
Ich bin wieder vollkommen genesen, achte aber doch mehr als früher auf meinen Körper, welche Signale er sendet.
Warum der am Donnerstag öffentlich gemachte Abschied von Sky nach 17 Jahren?
Die Entscheidung ist nicht erst gestern gefallen. Ich wollte aus der Komfortzone raus, und die Herausforderung bei der Fifa gefällt mir sehr. Es gibt so viele Projekte vorzustellen. Und es ist ein Wechsel von der Bundesliga ins internationale Geschäft. Nächsten Dienstag beispielsweise spreche ich mit dem ehemaligen Trainer von Arsenal London, Arsène Wenger, und dem mehrfachen Weltschiedsrichter Pierluigi Collina. Festzuhalten bleibt: Ich habe Sky viel zu verdanken.
„Living football“ ist viersprachig angelegt. Wer moderiert was?
Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch sind die vier offiziellen Fifa-Sprachen. Im Hugo-Ball-Gymnasium in Pirmasens hatte ich Englisch, Russisch, Latein und Französisch. Mein Französisch ist aber nicht so gut, aber ich lerne es gerade wieder. Ich moderiere bei „Living football“ auf Englisch und auf Deutsch.
Beschränkt sich der Job aufs Moderieren?
Nein, er ist sehr vielfältig angelegt, ich bin an allen Entscheidungen beteiligt und bekomme auch einen sehr guten Einblick in die Arbeit des Weltfußballverbands.
Wird sich mit der neuen beruflichen Aufgabe in der Schweiz auch der Wohnsitz ändern?
Nein, das ist alles von München aus machbar. In dreieinhalb Stunden fahre ich nach Zürich. Alle zwei Wochen sind wir auf Sendung.
Wie kam es zum neuen Job? War da Fifa-Präsident Gianni Infantino involviert?
Natürlich habe ich Gianni Infantino kennengelernt. Ich habe einen sehr verantwortungsbewussten Mann getroffen, der in der neuen Fifa viele Reformen umsetzt und ein großer Freund des Fußballs ist.
Wie oft sehen Kastrops noch ihre Tochter in Pirmasens?
So oft es geht, bin ich in Pirmasens. Wegen Corona muss man aber aufpassen. Meine Eltern sind noch nicht geimpft.