Pirmasens / Zweibrücken Pirmasenser vor Gericht: Mit Revolver geschossen und Drogen an V-Mann verkauft
Ein Mann aus Pirmasens muss sich ab kommender Woche wegen etlicher Delikte vor dem Zweibrücker Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat ihn unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Im Juli 2021 soll er einem anderen Mann aus wenigen Zentimetern Entfernung mit einem Revolver in den rechten Oberschenkel geschossen haben, nachdem er ihn fragte: „Soll ich dich erschießen?“
Weiter legt die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten zur Last, im März und Juni 2024 sowie im August 2025 stark alkoholisiert mit dem Auto unterwegs gewesen zu sein. Einen Führerschein hat der Mann nicht. Bei der Trunkenheitsfahrt 2025 soll er einen Unfall verursacht haben. Bei dem Fall im Juni 2024 geriet er in eine Verkehrskontrolle, bei der er die Polizisten beleidigte und bedrohte. Ein Beamter wurde verletzt.
Laut Staatsanwaltschaft ist der Mann zudem in Drogengeschäfte verwickelt. Im Oktober 2021 soll der Angeklagte Amphetamin verkauft haben. Sein Kunde war allerdings eine Vertrauensperson – umgangssprachlich V-Mann genannt – der Kriminaldirektion Kaiserslautern. Ein halbes Jahr später, im April 2022, wurden in der Wohnung des Angeklagten diverse Betäubungsmittel gefunden.
Der öffentliche Prozess beginnt am Dienstag, 9. Juni, um 9 Uhr am Landgericht Zweibrücken. Insgesamt wurden sieben Verhandlungstage angesetzt.