Pirmasens
Pirmasenser Krankenhaus: So viele Patienten sind vom Cyberangriff betroffen
Bereits seit Januar 2024 arbeitet das Pirmasenser Krankenhaus schon nicht mehr mit dem externen Dienstleister Unimed zusammen und trotzdem sorgt das Unternehmen mit Sitz im saarländischen Wadern für stressige Tage in der Pettenkoferstraße. Das Städtische Krankenhaus wurde am 20. Mai von Unimed informiert, dass bei einem Cyberangriff Patientendaten erbeutet wurden – darunter Namen, Adressen, Kontaktdaten, aber auch Informationen zu Gesundheitszustand und Abrechnungen des Krankenhauses.
Inzwischen steht fest, wie viele Pirmasenser Patienten von dem Vorfall betroffen sind. Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU), zeitgleich Aufsichtsratsvorsitzender des Krankenhauses, informierte am Montag die Mitglieder des Hauptausschusses über die neuesten Erkenntnisse. Demnach wurden die Daten von insgesamt 1488 Patientinnen und Patienten von den Hackern erbeutet.
Betroffene bekommen Post
Alle Betroffenen sollen nun „schnellstmöglich und umfassend“ über den Vorfall informiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. Bis spätestens Freitag, 12. Juni, sollen alle 1488 Personen Post vom Krankenhaus bekommen.
Das Städtische stehe weiterhin in engem Austausch mit dem ehemaligen Dienstleister. Zwick betonte im Hauptausschuss, dass die IT-Systeme des Krankenhauses zu keinem Zeitpunkt von dem Vorfall betroffen gewesen seien.
„Patientinnen- und Patientendaten sind ein höchst schützenswertes Gut. Der Schutz dieser sensiblen Informationen hat für uns höchste Priorität. Vorfälle dieser Art und die damit verbundenen Anforderungen an die IT-Sicherheit nehmen wir sehr ernst“, sagte Zwick und ergänzte, dass das ein gemeinsames Statement von ihm und Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Koob sei.
Wer in den kommenden Tagen als Betroffener Post erhält, kann sich bei Rückfragen an das Krankenhaus wenden.
