Pirmasens
Pirmasenser Künstler entwickelt Brettspiel als Reaktion auf Dieter Nuhrs Carsharing-Posse
Die abfällige Bemerkung des Komikers Dieter Nuhr zieht mitsamt der Reaktion von Oberbürgermeister Markus Zwick weitere Kreise. Der Pirmasenser Künstler Hans-Jürgen Henner will noch vor Weihnachten ein Brettspiel auf den Markt bringen, bei dem die Spieler ihre Autos möglichst schnell in die eigene Garage bringen müssen.
Das Video von OB Zwick hat den leidenschaftlichen Pirmasenser Henner begeistert und flugs die Idee zu einem Brettspiel reifen lassen, mit dem er das Geschehen spielerisch weiterverarbeiten will. „Das musste auch schnell gehen, damit ich aktuell bleibe“, erzählt Henner, der in Pirmasens eher als Künstler mit Malerei und Skulpturen bekannt ist und mit dem Brettspiel jetzt seine spielerische Ader öffentlich macht. In der Schublade habe er noch mehr davon, verrät Henner. Das Spiel „Nur in Pirmasens“ soll den Anfang machen. Der Spieltitel wurde als Wortspiel gewählt, um einerseits auf den Komiker anzuspielen, natürlich aber ohne „H“, um vor dessen Anwälten sicher zu sein. Und auch als Anspielung auf die Geschichte der Kabarettsendung und der oberbürgermeisterlichen Reaktion mit eigenem Video dazu. So was gibt es eben nur in Pirmasens, meint Henner und lacht.
Der OB habe das Spiel gut gefunden, sagt Henner
Von OB Zwick habe er die Genehmigung dessen Namen und Konterfei aus dem Video zu verwenden. „Der OB fand es gut.“ Nuhr hat er verfremdet als Polizisten dargestellt. Die Spielhandlung ist recht einfach. In der Exe-Tiefgarage stehen die Autos, die über die Spielroute sicher in die eigene Garage gebracht werden müssen. Auf dem Weg dahin lauert aber der OB öfter mal und auch der Polizist und mehrfach auch ein Unbekannter, der die Wagen kurzschließt. Wobei der Spieler mit dem OB gleich ein paar Felder weiter darf, während der Polizist zum Rückzug zwingt. Wer das Kurzschlussfeld betritt, darf ein weiteres Auto aus der Tiefgarage holen und könnte damit schneller am Ziel der eigenen Garage sein.
Fotos von Pirmasenser Gebäuden illustrieren das Spielfeld
Illustriert wird das Spielbrett mit Schriftzügen wie „PS Car-Sharing“ und prominenten Gebäuden in der Stadt wie dem Rheinberger, der Jugendherberge, Alten Post und dem Plub. Die Gebäude hat der Künstler über eingescannte Fotos verfremdet und künstlerisch bearbeitet, damit es auf dem Spielbrett ein rundes Ganzes gibt.
Noch vor Weihnachten soll das Spiel auf den Markt
Mit einer Pirmasenser Druckerei ist sich Henner schon einig geworden, um das Spielbrett auf eine Art Plane drucken zu lassen. Die Spielautos werden aus Holz geschnitzt, was für den Künstler eine leichte Übung ist. Noch vor Weihnachten will er die ersten zwei dutzend Spiele auf den Markt bringen und auch selbst vermarkten zu einem Preis unter 20 Euro. Das erste Spiel erhält OB Zwick, der es dann mit seinen Kindern spielen kann.
Kontakt
Henner ist per E-Mail unter hans-juergen.henner@gmx.de erreichbar.