Ringen RHEINPFALZ Plus Artikel Pirmasenser kämpft in Bundesliga-Endrunde

Für den KSV Köllerbach auf der Matte: Kevin Gremm (links).
Für den KSV Köllerbach auf der Matte: Kevin Gremm (links).

Am Samstagabend startet die Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Mit dabei: Kevin Gremm. Der Pirmasenser kämpft für den saarländischen Bundesligisten KSV Köllerbach in der 86-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil.

Auf Matten ringt er ebenso gern wie auf Sand. Kevin Gremm aus Pirmasens, seit 2022 beim saarländischen Bundesligisten KSV Köllerbach unter Vertrag, errang dieses Jahr zwei dritte Plätze bei deutschen Meisterschaften: einmal klassisch auf der Matte in der Stilart griechisch-römisch (Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm), einmal auf Sand beim „Beach-Wrestling“ (bis 90 Kilogramm).

Griechisch-römisch-Experte

In der West-Staffel der zweigeteilten Bundesliga machte er für Köllerbach alle sechs Kämpfe der Hinrunde von Ende September bis Ende Oktober, unterlag dabei fünfmal knapp nach Punkten und siegte einmal. In der Rückrunde pausierte der 22-Jährige, der einst beim AC Thaleischweiler das Ringen von Trainerlegende Czeslaw Stanjek erlernt hatte, weil die Stilart in der 86-Kilo-Klasse von griechisch-römisch auf Freistil wechselte und Gremm ein Griechisch-römisch-Spezialist ist. „Ich komme aber bei den Play-offs wieder zum Einsatz, weil da in meiner Gewichtsklasse gerungen wird“, sagt er.

Und diese Endrunde, die Köllerbach als Tabellenzweiter im Westen hinter Mainz 88 erreichte, beginnt für seine Mannschaft am Samstag um 19.30 Uhr mit dem Heimkampf in der Köllerbacher Kylltalhalle gegen den KSK Konkordia Neuss. Der Viertelfinal-Rückkampf in der Neusser Stadionhalle ist für Samstag, 30. Dezember, terminiert.

1:1 gegen U20-Weltmeister

Sein bisheriges Abschneiden im Sportjahr 2023 bezeichnet der angehende Kaufmann für Büromanagement als „ganz okay“. Die Konkurrenz in der Bundesliga sei sehr stark. So stand er in der Vorrunde dem U20-Weltmeister von 2022, Deni Nakaev von KSK Konkordia Neuss, gegenüber, erreichte ein respektables 1:1 nach Punkten und verlor nur, weil Nakaev die letzte Wertung gemacht hatte. Eine Regelung, die er im Übrigen gar nicht gut findet: „Ich wäre dafür, dass bei einem Gleichstand so lange gerungen wird, bis der nächste Punkt fällt.“

Karan Mosebach von den Red Devils Heilbronn unterlag Gremm mit 0:3 Punkten, Florian Neumeier (ASV Urloffen), dem Militär-WM-Dritten von 2019, mit 0:2, Bozo Starcevic (TuS Adelhausen) mit 1:10 und Mateusz Wolny von Mainz 88 mit 1:2. Als Gewinner ging Gremm im Kampf gegen Noah Englisch vom KSV Witten von der Matte. Den Dritten der deutschen Meisterschaft in der 77-Kilo-Klasse deklassierte Gremm mit 10:0 Punkten.

„Ich würde gerne wieder in den bundesdeutschen Kader aufgenommen werden. Vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr“, sagt der Pirmasenser, der 2021 als 19-Jähriger Fünfter der Nachwuchs-Europameisterschaft in Dortmund war. Die Teilnahme an deutschen Meisterschaften auf der Matte und auf Sand sowie die Qualifikation für die EM sind seine Ziele für 2024.

Sandkämpfe geplant

Das Ringen im Sand bereite ihm sehr viel Spaß. „Ich werde auch im kommenden Jahr wieder bei einigen Beach-Wrestling-Turnieren mitmachen“, kündigt Gremm an. Der Fokus liege aber weiterhin ganz klar auf der Matte.

Ein Vereinswechsel sei für ihn kein Thema: „Ich fühle mich in Köllerbach sehr wohl. Die Trainingsbedingungen sind optimal, und ich habe kurze Wege.“

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