Pirmasens Pirmasenser Belznickelmarkt: „Schön gemacht und gemütlich“
„Klein und gemütlich“ finden die meisten Pirmasenser ihren Belznickelmarkt auf dem Schlossplatz, der noch bis 23. Dezember mit seiner Holzbudenstadt die Fußgängerzone belebt. Viele freuen sich, dass etwas getan wird und finden das Angebot ansprechend. Die Beschicker des Weihnachtsmarktes sind mit dem Zuspruch und dem Umfang des Marktes zufrieden.
Im Zuge seines Weihnachtseinkaufs ist der Pirmasenser Günther Gabriel mit seiner Frau auf den Belznickelmarkt gekommen und wärmt sich mit einem Glühwein auf. Er ist nicht zum ersten Mal hier, sondern nutzt immer mal wieder die Gelegenheit, im stressigen Vorweihnachtsalltag eine kleine Pause einzulegen. Dass der Belznickelmarkt zu „klein“ sei und zwingend vergrößert werden müsste, wie öfter zu hören ist, findet Gabriel ganz und gar nicht: „Der Weihnachtsmarkt ist schön gemacht und gemütlich. Das reicht doch vollkommen aus“, sagt er und freut sich auf das Blasorchester Lemberg, das gleich auf der Bühne aufspielen wird. „Das Musikprogramm in diesem Jahr ist richtig gut. Ich meine, es wird generell jedes Jahr besser. Schön, dass etwas getan wird“, so Gabriel. Ähnlich wie er sehen es auch die Eheleute Ewald und Irene Groh – ebenfalls aus Pirmasens. „Die Leute, die ständig auswärts fahren müssen, um etwas zu erleben, sollen mal die Kirche im Dorf lassen und sich um ihre Stadt kümmern“, sagen sie, während sie ihr Mittagessen auf dem Belznickelmarkt verzehren. Zwar könne man den Markt „etwas größer“ gestalten und „noch ein paar Büdchen mehr“ aufstellen, aber im Grunde sei der Markt gut so wie er ist. „Für uns reicht das“, meint das Ehepaar.
Gute Musik, guter Glühwein
Mit Freunden aus der Vorderpfalz ist Heidi Melzer auf den Weihnachtsmarkt gekommen. „Uns gefällt es hier sehr gut. Der Glühwein ist sehr lecker. Ich glaube, ich erlaube mir noch einen zweiten oder dritten“, sagt sie lachend. Die Atmosphäre auf dem Belznickelmarkt sei „immer“ gemütlich und ansprechend. Hinzu komme das „gut ausgewählte“ Musikprogramm in diesem Jahr, von dem sie schon einiges mitbekommen habe. Was fehle, seien ein paar weitere Buden mit Handwerk und Geschenkartikeln. „Das könnte man fürs nächste Jahr mal in Angriff nehmen“, so Melzer.
Von Erfolg gekrönt
Und was sagen die Beschicker des Belznickelmarktes, die seit 24. November Tag für Tag ihre Buden öffnen? „Wir haben dieses Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht. Selbst an den Werktagen sind Leute gekommen und haben unser Angebot aus Rostigen Rittern, Pizzateilchen oder heißer Schokolade genutzt. Wir können nicht klagen. Für uns waren die bisherigen Tage von Erfolg gekrönt“, sagt Danica Martz, Mitarbeiterin des Pirmasenser Gastrobetriebes „V-Zeit“. Für das nächste Wochenende erwartet sie einen noch größeren Zuspruch. Dann gingen die Kurzentschlossenen noch einmal auf Tour, um die restlichen Geschenke zu kaufen.
Nicht mehr allzu viele Schwarzseher
Mario Christ bietet seiner Kundschaft an seiner „Waffelbäckerei“ Waffeln in verschiedenen Variationen an – mal ganz einfach mit Puderzucker, mal mit heißen Kirschen oder mit einem ordentlichen Klecks Sahne. Auch er sieht die Entwicklung des Belznickelmarktes über die Jahre hinweg positiv. „Für uns war der Zuspruch bislang etwas weniger als in den vergangenen Jahren, aber alles in allem muss ich sagen, dass der Markt sich gut entwickelt hat. Das Musikprogramm ist besser geworden und die Pirmasenser leben bewusster in ihrer Stadt.“ Es gebe scheinbar nicht mehr allzu viele Schwarzseher wie früher, die das Angebot der Stadt schlecht redeten, so Christ, der sich wie Danica Martz schon auf das kommende Wochenende freut.
Mittags gut besucht
„Dieses Jahr hatten wir etwas schlechteres Wetter als sonst und deshalb verlief der Markt unter der Woche eher schleppend. Aber wenn es Programm auf der Bühne gibt, kommen die Leute trotzdem. Das ist dann schön mit anzusehen“, sagt wiederum der Saarländer Paolo Volbe, der jedes Jahr mit seinem Crêpes-Stand auf dem Belznickelmarkt vertreten ist. Ebenfalls kein Neuling in Sachen Pirmasenser Märkte ist die waschechte Ostfriesin und Wahl-Ramsteinerin Angelika Wilken, die bis einen Tag vor Heiligabend ihre Nordsee-Spezialitäten anbietet. Auch sie ist mit dem Zuspruch „zufrieden“. „Anfangs lief es nicht so gut, sondern eher etwas verhalten, aber mittlerweile läuft es richtig gut. Gerade über Mittag kommen viele Leute und schauen, was es alles gibt oder verbringen gleich ihre komplette Mittagspause hier. Ich hoffe auf die restlichen Tage, denn erfahrungsgemäß zieht es dann noch mal ein wenig an“, sagt sie.