Pirmasens
Pirmasens: Thailänderin Wanatcha Maier übernimmt Regie in Küche der Husterhöhschule
Es duftet verführerisch. Durch die Flure der Husterhöhschule zieht ein appetitanregender Geruch. In der dortigen Schulküche wird nämlich thailändisch gekocht – ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art.
Mit Bergen von Gemüse, exotischen Soßen und riesigen Töpfen hantiert die gebürtige Thailänderin Wanatcha Maier, die seit 2001 in Fehrbach wohnt und sich nun eine besondere Aktion ausgedacht hat. „Wenn wir in Thailand Geburtstag haben, ist es Tradition, dass wir an diesem Tag etwas Gutes tun, um uns für das neu geschenkte Lebensjahr zu bedanken“, erklärt sie. Im Oktober war ihr Geburtstag, aber sie wollte nicht etwa mit viel Lärm und vielen Gästen feiern, sondern in aller Ruhe etwas Gutes tun. So hat sie Kontakt zu Sabine Kober vom Pakt für Pirmasens aufgenommen, und gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Gabi Barthel war die Wahl auf die Husterhöhschule gefallen, nachdem die Thailänderin in der Vergangenheit bereits für Schüler der Kirchbergschule gekocht hatte.
Das Essen soll die Schüler nicht aus den Socken hauen
„Kochen ist mein Hobby“, versichert die 53-Jährige, die routiniert die Zutaten für das asiatische Mittagessen mischt. Ihre Nichte Jittra Biedorf unterstützt sie. „Es gibt Frühlingsrollen, das ist ja eine berühmte Vorspeise. Ohne Fleisch, aber mit viel Salat. Dann eine Nudelsuppe mit Hähnchen.“ Diese sei im Unterschied zu den Suppen in Deutschland sehr sättigend, außerdem sehr gesund. Auch die Schülerinnen Lea Briesach, Zuzanna Goral und Sahadet Berisha aus der 7c der Landgraf-Ludwig-Realschule plus dürfen mithelfen, die Riesenportionen zuzubereiten und bekommen so einen praktischen Einblick in die Arbeitsweise in einer Küche.
Mitteleuropäische Durchschnittsgaumen vertragen in der Regel die Original-Schärfe asiatischer Gerichte weniger, und so passt auch Wanatcha Maier ihre Gerichte so an, dass es die Schüler nicht aus den Socken haut. Aber auf spezielle Zutaten wie Muschel-, Soja- und Fischsoße, die einem fernöstlichen Mahl erst den typischen Charakter verleihen, könne sie nicht verzichten. Genauso wenig wie auf „viel Knoblauch!“