Modellversuch Pirmasens setzt auf Spucktests in Kindergärten
Die Stadt Pirmasens startet einen Modellversuch in zwei Kindergärten. In der Krippe Erlenbrunn und der Kita Maria-Theresien-Straße können sich laut einer Mitteilung bis zu 130 Mädchen und Jungen mittels Spucktest freiwillig auf Corona testen lassen.
„Wir wissen inzwischen, dass Kinder in der dritten Welle stärker betroffen sind als bisher. Das Infektionsgeschehen in den Kitas zeigt uns, dass wir auch hier verstärkt testen müssen, um Einschleppungen des Virus zu verhindern und Infektionsketten zu durchbrechen“, sagt Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU). Als wichtiges Element zur Eindämmung der Pandemie sei es deshalb notwendig, an den Kitas mit regelmäßigen Schnelltest-Angeboten eine zusätzliche Sicherheitssäule für die Kleinsten anzubieten.
„Wir möchten mit unserem Modellversuch einen entscheidenden Beitrag leisten, den Betrieb in Kindertagesstätten so sicher wie möglich zu gestalten“, begründet Zwick den Vorstoß der Stadt. Das Land habe bisher keine Initiative gezeigt, stehe aber in der Verantwortung: „Die Testung in den Kitas ist zentraler Teil der Pandemiebekämpfung und eine staatliche Aufgabe“, so der Oberbürgermeister. Er appelliert an das Bildungsministerium, die Kommunen zu unterstützen und die Kosten bei der Beschaffung der Testkits zu übernehmen. Die Stadt investiert dafür zunächst rund 1400 Euro.
Das geplante Pilotprojekt soll in der kommenden Woche starten. Die Teilnahme ist freiwillig, Voraussetzung ist eine vorliegende Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Sollte der Pilotversuch positiv verlaufen, sollen die 140 Kinder während der Pilotphase zweimal pro Woche getestet werden. Ziel von Oberbürgermeister Markus Zwick ist es, nach einer Evaluation das Modell auf alle städtischen Kitas auszuweiten und dauerhaft anzubieten.