Pirmasens
Pirmasens: Energiebau Ramstein muss wegen Insolvenzverfahrens große Pläne auf Eis legen
Die Energiebau Ramstein mit ihrem Geschäftsführer Hans Kennel aus Hütschenhausen und Mitarbeiter Patrick Buch aus Schellweiler hatte für die Pirmasenser Projekte die Energiebau Pirmasens gegründet. Das Mutterunternehmen musste nun die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Den Antrag habe Kennel selbst gestellt, wie er auf Anfrage versicherte. Buch, der in Pirmasens das Schuhstadt-Projekt und in Lemberg die Umnutzung der früheren Peter-Kaiser-Fabrik mit vorantreiben will, war laut Kennel als Projektentwickler bei dem Homburger Projekt beteiligt. Der Hütschenhausener Immobilienunternehmer ist zuversichtlich, dass es mit der Energiebau Ramstein wieder weitergeht. „Wir sind in der Rekapitalisierungsphase“. Der Antrag auf Insolvenz werde wohl wieder zurückgenommen und auch die Kapitalgeber könnten zumindest auf einen Teil ihrer Einlage wieder hoffen. Für das Homburger Projekt mit 32 Wohneinheiten hatte die Energiebau Ramstein über die GLS-Bank Kapital gesammelt und eine Verzinsung von sechs Prozent versprochen. Das gesammelte Kapital von 600.000 Euro wäre mit der Insolvenz verloren.
Ein vorläufiger Insolvenzverwalter ist bestellt
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Paul Wieschemann bestimmt. Der hält es auch für möglich die GmbH zu rekapitalisieren und die Insolvenz abzuwenden. Ein entsprechendes Gutachten werde erstellt. „Es muss frisches Geld rein“, so Wieschemann. Die Bauarbeiten für das Projekt „Kardinal-Wendel-Gärten“ in Homburg ruhen bis dahin. Laut Wieschemann nicht betroffen ist die Pirmasenser Tochter „Energiebau Pirmasens“. Kennel ist dort auch Geschäftsführer. Das Tochterunternehmen wollte 2018 auf dem Gelände des früheren Wasgaumarktes „In den Eichen“ ebenfalls Wohnungen mit ökologisch hohem Standard und Windenergienutzung wie in Homburg realisieren. Zehn Wohnungen und zwei Einfamilienhäuser sollten nach den Plänen der Energiebau Pirmasens hier entstehen. Das wird jetzt die Firma Lutz Bau aus Höheischweiler realisieren. Lutz Bau hat das Gelände von der Energiebau gekauft und modifiziert die Planung derzeit, erklärt Kennel. Von Lutz Bau selbst war dazu nichts zu erfahren. Eine Anfrage der RHEINPFALZ blieb unbeantwortet.
Im Schachen soll 2020 etwas passieren
Größer ist das Projekt im Schachen. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Areal an der Schachenstraße waren 13 Bungalows geplant, die in puncto Energieeinsparung Maßstäbe setzen sollten. Seit 2017 plant die Energiebau hier. Dieses Projekt will die Energiebau Pirmasens noch umsetzen, betont Kennel. In diesem Jahr soll im Schachen konkret etwas passieren, so Kennel.