Pirmasens Pfandringe sollen Flaschensammlern das Leben erleichtern

Fünf Flaschen passen in so einen Pfandring, wie er am Freitag am Exerzierplatz installiert wurde. Weitere sollen folgen.
Fünf Flaschen passen in so einen Pfandring, wie er am Freitag am Exerzierplatz installiert wurde. Weitere sollen folgen.

Jeden Tag sind auch in Pirmasens Menschen zu sehen, die Mülleimer und öffentliche Plätze abklappern – auf der Suche nach Pfandflaschen, die eilige Trinker einfach abgestellt oder in Mülleimern entsorgt haben. Den Pfandsammlern werden nun feste Anlaufpunkte geboten mit so genannten Pfandringen, die Schluss machen mit über die Straße rollenden Bierflaschen oder plattgefahrenen Energy-Drink-Dosen, für die es ansonsten noch 25 Cent gegeben hätte.

Der Jugendstadtrat hat die Installation von zunächst drei Pfandringen angeregt. Weitere könnten folgen, wenn sich Sponsoren dafür finden. Immerhin kostet einer der aus stabilem Edelstahl gefertigten Ringe 250 Euro, wie Jan Fremgen, einer der Vorsitzenden des Jugendstadtrats, erklärt. Die 750 Euro, die für die drei Ringe insgesamt fällig werden, hat der Jugendstadtrat aus seinem Budget bestritten, betont Bettina Walnsch, Sachgebietsleiterin Jugendpflege. Fremgen zeigte sich begeistert, dass die Idee so schnell umgesetzt werden konnte. Im Februar 2023 waren erste Wünsche im Jugendstadtrat für solche Pfandringe in Pirmasens geäußert worden.

Projekt ist andernorts gescheitert

Fremgen räumte ein, dass die Idee nicht neu sei und andernorts Pfandringe bereits wieder entfernt wurden, weil sie innerhalb kürzester Zeit zugemüllt waren und die Pfandflaschen dann doch wieder im Mülleimer landeten. Passanten stecken gern Kaffeebecher oder zusammengeknüllte Tüten in die Öffnungen, statt den Müll in den Eimer dahinter zu werfen. Aus Kunststoff gefertigte Pfandringe waren in anderen Städten zudem relativ schnell zerbrochen und stellten ein Unfallrisiko dar. Die Pirmasenser Version aus stabilem Edelstahl sei eine robuste Alternative. Der Ring ist fest mit dem Metallmülleimer verschraubt. Oberbürgermeister Markus Zwick war am Freitag bei der Enthüllung des ersten Pfandrings am Exerzierplatz, und er war begeistert von der Idee, die eine nachhaltige und soziale Komponente aufweise. Immerhin müssten Sammler jetzt nicht mehr im Mülleimer herumwühlen, wo unter Umständen schon offene Hundekottüten neben den Pfandflaschen lägen.

Die ersten drei Pfandringe wurden am Exerzierplatz sowie am oberen und unteren Schlossplatz installiert. Damit sie auch gleich als Pfandring erkennbar sind, wurden sie mit entsprechenden Aufklebern gekennzeichnet.

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