Handball
Paula Hack (TS Rodalben): In der Abwehr eine Wand
Am Samstag um 18 Uhr will sie in der Hauensteiner Wasgauhalle wieder mithelfen, damit die Mannschaft von Trainer Björn Stoll die nächsten Punkte holt. Gegner ist die HSG Dudenhofen/Schifferstadt. „Wenn bei uns alle konstant spielen und jede ihr Bestes gibt, haben wir da unsere Chance“, sagt die Aufsteigerin.
Mutter achtet auf Pausen
Sie muss auch mit der Belastung zurechtkommen, am Wochenende jetzt meist zweimal gefordert zu sein. „Meine Trainer sprechen sich da aber ab, und bei den Frauen starte ich ja nicht von Beginn an. Außerdem achtet meine Mutter auch darauf, dass ich meine Pausen bekomme“, sagt die 1,72 Meter große Rechtshänderin, die im linken Rückraum agiert, aber nach eigenen Worten außer Torfrau auch alle anderen Positionen bekleiden kann. „Ich bin nicht unbedingt die Shooterin, aber ich habe ein gutes Auge für Kreisanspiele und die Außenspielerin“, sagt sie über sich. Sie erzählt, dass ihr auch attestiert werde, in der Abwehr „eine Wand“ zu sein. Bedeutet: „Ich bin da wohl ziemlich gut“, erklärt sie lachend.
Handball – das ist das Leben der in Dansenberg wohnhaften Zehntklässlerin des Kaiserslauterer Rittersberg-Gymnasiums. Sie stammt aus einer Handballfamilie, der Opa war Trainer, der Onkel und die Mutter spielten selbst. „Da war es naheliegend, mit Handball zu beginnen“, sagt sie. Paula Hack fing beim TuS Dansenberg an, ging dann in die Zweibrücker Jugend.
Freund ist auch Handballer
Auch ihr Freund, mit dem sie seit knapp zweieinhalb Jahren zusammen ist, spielt Handball. Sie hat Eric Zimmermann kennengelernt, nachdem sie zur TS Rodalben gewechselt war, um die Fahrstrecke etwas zu verkürzen, wie sie erklärt.
Für sie war das ein Glücksfall in mehrfacher Hinsicht. Nicht nur die Liebe fand sie in Rodalben, auch im Verein ist sie voll angekommen. „Ich bin hier mit offenen Armen empfangen worden vom ganzen Umfeld, den Jugendlichen, den Frauen, den Trainern. Jeder ist hier für jeden da und schaut auch die Spiele der anderen. Das macht einfach Spaß“, berichtet sie.
Tipps von allen Seiten
Bei den Damen hat sie unheimlich schnell gelernt und lernt noch immer: „Man ist ja dort quasi das Kind, jede gibt fortlaufend Tipps, nimmt dich bei der Hand, nicht nur der Trainer.“ Auch deshalb sei der Übergang von B-Jugend zu Frauen für sie verblüffend reibungslos vonstattengegangen. Dass sie so viele Tore warf, sei eine Randnotiz: „Ich liebe Handball, weil es ein Mannschaftssport ist, Hauptsache, die Stimmung ist gut und man gewinnt.“
In der B-Jugend klappte das mit dem Gewinnen noch öfter als mit den Frauen, doch gerade erlitt das Team einen Rückschlag, weil sich mit Victoria Schäfer eine weitere Leistungsträgerin am Kreuzband verletzte. „Das können wir nicht kompensieren. Unser Kader ist da viel zu klein“, sieht Hack schwarz im Kampf um das Erreichen der Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Und wie sieht es mit den Rodalber Plänen aus, in die A-Jugend-Bundesliga aufzusteigen? „Das ist zu weit weg, ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt“, wiegelt sie ab.
„Nicht aus Rodalben weg“
Da gehört auch die Schule dazu: „Ich strebe das Abitur an und würde dann vielleicht gerne in den Polizeidienst, weil meine Mutter dort auch ist und ich Einblicke bekommen habe, die mir sehr zusagen. Handball wird nie mein Beruf und ich will auch nicht aus Rodalben weg, um anderswo eine Liga höher zu spielen.“
Ausgleich zu Schule und Handball findet sie bei Spaziergängen an der Rothen Hohl bei Dansenberg mit ihrem Hund Luna.
AUSSERDEM SPIELEN
Männer-Verbandsliga: TuS Dansenberg III - TV Thaleischweiler (Sonntag, 15.45 Uhr), TSV Speyer - TV Dahn (Sonntag, 18.30 Uhr).