Stichwort Paul Josef Nardini
Der in Germersheim 1821 geborene und 1862 in Pirmasens verstorbene Paul Josef Nardini wurde nur 40 Jahre alt. Er war als uneheliches Kind unter dem Namen Lichtenberger geboren worden, wuchs aber in der Familie einer Großtante auf und erhielt von seinem Pflegevater den Namen Nardini. Wegen seiner besonderen Begabung durfte er die Lateinschule in Germersheim besuchen, später das Gymnasium in Speyer, wo er 1941 sein Abitur ablegte. In München studierte er Theologie und 1946 promovierte er mit Auszeichnung zum Doktor der Theologie.
Als Pfarrverweser in Geinsheim wurde Nardini schnell beliebt und als er nach nur einem dreiviertel Jahr nach Pirmasens versetzt werden sollte, liefen die Geinsheimer Katholiken dagegen Sturm: Vergebens. Fast elf Jahre lang wirkte Nardini segensreich in Pirmasens. Er half den Armen und gründete eine Schwesterngemeinschaft, die er „Arme Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“ nannte. Mitten in seinen Bemühungen um die staatliche Genehmigung seiner Kongregation erkrankte Nardini zu Beginn des Jahres 1862 an einer Lungenentzündung, die er sich bei einem Krankenbesuch zugezogen hatte und starb am 27. Januar 1862. Er fand seine letzte Ruhestätte in der Kapelle des Nardinihauses in Pirmasens. Die junge Schwesterngemeinschaft zählte damals 220 Schwestern.
Das Grab Paul Josef Nardinis kann in der Kapelle des Nardinihauses in Pirmasens, der Gründungsstätte des Ordens, besucht werden. Dort haben die Schwestern auch eine Gedenkstätte mit einer Dauerausstellung über Leben und Werk des Sozialapostels eingerichtet.
