Kommentar
Nur Verlierer bei Ende von FSG Hauenstein/Rodalben
Romi Hirtle hat das Team der FSG Hauenstein/Rodalben sowie den Partnerverein, den TV Hauenstein, vor vollendete Tatsachen gestellt. Ein Irrweg, der damit begann, dass der Handball-Abteilungsleiter der TS Rodalben nicht etwa das ergebnisoffene Gespräch gesucht - und dann eine Entscheidung gefällt hat. Er hat diese lediglich mitgeteilt und damit die Mannschaft und den TVH völlig unvorbereitet bis ins Mark getroffen.
Der Wunsch, sportlich erfolgreich zu sein, die eigenen Nachwuchsspielerinnen zu fördern und mit ihnen den Sprung in den höherklassigen Handball zu versuchen, ist dabei absolut nachvollziehbar. Doch dabei störte der TVH nicht. Das einzige Argument Hirtles war, dass wohl nicht alle Jugendspielerinnen bereit waren, ab und an in Hauenstein zu trainieren und dort Heimspiele auszutragen. Welche Spielerinnen das genau waren, bleibt offen, denn die bereits jetzt integrierten jungen Spielerinnen waren das wohl nicht, wie Trainer Björn Stoll versicherte. Das Problem wäre sicher lösbar gewesen, mit etwas gutem Willen aller Beteiligten. Und wer garantiert, dass der talentierte TSR-Nachwuchs dem Verein im Paket erhalten bleibt?
Gemeinsam ist man stärker
Die Pluspunkte eines Verbleibs in der FSG überwiegen klar. Das beginnt schon bei der Ligazugehörigkeit. Denn: Bis die nächste Saison vermutlich in der A-Klasse startende TSR-Mannschaft die Pfalzliga, in der die FSG jetzt spielt, deren Spielberechtigung aber in den Händen des TVH ist, erreicht, dauert es drei weitere Jahre. Zeit, in der das mit Jugend-Oberligaspielerinnen bestückte Team nur wenig gefordert werden wird. Zudem hätten die Nachwuchsspielerinnen von den erfahrenen Spielerinnen des TVH lernen können. Mit Stoll verfügt die FSG über einen herausragenden Trainer, der auch fähig und sicher willens gewesen wäre, eine Ära zu prägen, die vielleicht in die Dritte Liga geführt hätte. Und dann gibt es in Hauenstein eine Fanbasis sowie Sponsoren, die man auch mit im Boot gehabt hatte. So gibt es am Ende nur Verlierer, denn es gilt: Gemeinsam ist man stärker!
