Pirmasens Nur die drei Punkte freuen Fischer
«PIRMASENS.» Der FK Pirmasens II durfte sich gestern nach dem 6:3 (2:1) im Fußball-Verbandsliga-Derby gegen Schlusslicht SV Herschberg über drei Zähler freuen, über mehr aber auch nicht. Denn überzeugen konnte das Team von Trainer Patrick Fischer ganz und gar nicht. Es profitierte letztlich von individuellen Fehlern der vor der Pause besseren Gäste.
Fischer machte keinen Hehl daraus, dass die Leistung seines durch Patrick Freyer verstärkten Teams nicht seinen Vorstellungen entsprach. Doch trotz katastrophaler erster Halbzeit führte „die Klub“ zur Pause mit 2:1 – dank Freyer, der wegen seines vorausgegangenen Urlaubs am Samstag im Oberligateam nicht eingesetzt worden war. Erst legte er Eichhorn zum 1:0 (6.) auf, dann umkurvte er gleich drei Gästespieler und schob überlegt zum 2:0 ein (39.). Erst nach 44 Minuten belohnten sich die Gäste, die mit frühem Pressing den Pirmasenser Spielfluss im Keim erstickten. André Hampel markierte den Anschlusstreffer. Zuvor hatten Marco Hocke (21.) und Hampel (23., Latte) Top-Möglichkeiten vergeben. „So kann man nicht Fußball spielen, wir müssen den Kampf annehmen“, monierte Fischer in seiner Halbzeitsprache, die nur kurz Wirkung zeigte. Marvin Hahn schloss vier Minuten nach Wiederanpfiff einen Konter nach Vorlage von David Kazaryan zum 3:1 ab. Weil sich aber die Abwehr des FKP II mit Ausnahme von Kapitän Christian Schubert weiterhin indisponiert zeigte, durfte Florian Weber nach Vorarbeit von Itai Palachi das zweite Herschberger Tor erzielen. Danach schlichen sich Fehler über Fehler bei den Gästen ein. Freyer nach Schuberts feinem Flankenwechsel (4:2/62.), ein Eigentor von Pascal Maas nach Kazaryans Hereingabe (5:2/62.) und nochmals Eichhorn per 15-Meter-Knaller (6:2/72.) sorgten für klare Verhältnisse. Mouhammed Mokeys durfte mit dem 6:3 (85.) nochmals die Schludrigkeit der Pirmasenser Verteidigung ausnutzen. „Gegen das Schlusslicht drei Gegentreffer zu bekommen, ist nicht unser Ziel“, kritisierte der sonst kaum geforderte FKP-Torwart Matthias Gize. „Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, sagte Herschbergs enttäuschter Kapitän Jan Böhr, der ebenso wie sein Trainer Peter Rinner die hohe Fehlerquote als ausschlaggebend für die sechste Niederlage im sechsten Spiel sah. Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute für den in der Nacht von Samstag auf Sonntag verstorbenen Ehrenvorsitzenden des SV Herschberg, Alfred Höh. So spielten sie FK Pirmasens II: Gize - Marvin Hahn, Drews (46. Oduber), Lorenzo Valentini, Schubert - Paolo Valentini, Karl - Eichhorn (75. Eichhorn) - Rose, Kazaryan (63. Opitz), Freyer SV Herschberg: Maurer - Maas, Hocke, Strütt, Metzger (68. Mkayes) - Lapot, Hampel, Palachi, Rinner - Böhr (75. Mokeys), Weber.