Pirmasens Notfall-Betreuung von Kindern: Stadt arbeitet an Konzept
Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat, wie berichtet, die vorübergehende Schließung von Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien am 17. April verfügt. Die am Freitagnachmittag angeordnete Entscheidung ist bereits ab Montag wirksam. Dies stelle die Stadt Pirmasens mit rund 1500 Kita-Plätzen in kommunaler und freier Trägerschaft logistisch wie organisatorisch vor eine große und kurzfristige Herausforderung, teilte die städtische Pressestelle mit.
Es handele sich um eine behördlich angeordnete Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der betreuten Kinder, deren Angehörigen sowie aller Erzieher und Mitarbeiter der Einrichtungen. „Um die systemkritische Infrastruktur wie Hilfs- und Rettungsdienste, Feuerwehr, soziale Angebote, Alten- und Pflegeheime oder das städtische Krankenhaus und die Stadtwerke während der Corona-Pandemie aufrecht halten zu können, wird die Stadt Pirmasens auch mittelfristig konkrete Betreuungsangebote für besondere Härtefalle machen“, kündigt Oberbürgermeister Markus Zwick an.
„Nutzen sie diese Notgruppen wirklich nur, wenn die häusliche Betreuung ihrer Kinder wirklich nicht anders sichergestellt werden kann“
Mit Hochdruck erarbeite das Amt für Jugend und Soziales ein tragfähiges Konzept für eine Notfall-Betreuung mit kleinen Gruppen an voraussichtlich zwei Standorten innerhalb des Stadtgebietes. Bis spätestens zur Mitte dieser Woche soll ein maßgeschneidertes Angebot in Kraft treten. „Es handelt sich um eine absolute Ausnahmeregelung“, unterstreicht Bettina Walnsch, Leiterin der Jugendpflege. Das gelte für Familien, bei denen die einzig verfügbare Betreuungsperson in sogenannten systemkritischen Berufen tätig ist, etwa im medizinischen Bereich oder bei Hilfsorganisationen. Wenn nur einer von beiden Elternteilen dort tätig ist, solle der andere die Betreuung übernehmen, rät Walnsch.
„Nutzen sie diese Notgruppen wirklich nur, wenn die häusliche Betreuung ihrer Kinder wirklich nicht anders sichergestellt werden kann“, appelliert OB Markus Zwick eindringlich. Betroffene Eltern, die einen entsprechenden Bedarf haben, müssen diesen schriftlich nachweisen. Ab Montagmorgen stehen die Mitarbeiterinnen der Abteilung Jugendpflege für Fragen telefonisch unter den Nummern 06331/877-233, -234 und – 246 zur Verfügung.