Pirmasens Nils fragt: Was ist anders im Waldorfkindergarten?

Mein Freund Sören geht in einen Waldorfkindergarten. Weil ich nicht wusste, was das ist, hab’ ich meine Mama gebeten, mir die Unterschiede zwischen einem Waldorfkindergarten und einem normalen Kindergarten zu erklären. Jetzt weiß ich’s: Der größte Unterschied ist das Spielzeug. Das besteht im Waldorfkindergarten häufig aus Steinen, Kastanien, Hölzern und Tannenzapfen. Damit kannst du kreativ sein. Kastanien können zum Beispiel Kartoffeln im Kaufladen sein, zu Männchen zusammengesteckt werden oder der Schatz sein, den Seeräuber finden müssen. Ansonsten haben die Kinder dort Tücher, Bänder und besondere Puppen zum Spielen. Es gibt keine Playmobilfiguren oder Spielküchen aus Plastik. Namensgeber der Schulen war die „Waldorf Astoria Cigarettenfabrik“. Deren früherer Inhaber Emil Molt war begeistert von Rudolf Steiners Pädagogik und bat ihn im Jahr 1919, eine Schule für die Kinder der Fabrikarbeiter zu gründen. Auch in Pirmasens gibt es einen Waldorfkindergarten. Er wurde gerade von der Fehrbacher Frauengemeinschaft mit einer Spende bedacht. |nils