Pirmasens Neues THW-Domizil wächst

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Das neue THW-Domizil nimmt Kontur an. Seit sechs Wochen wird am Gebäude der früheren US-Feuerwache gebaut. Im Juli will das Technische Hilfswerk einziehen und im August schon Tag der offenen Tür feiern. „Das wird eine erhebliche Verbesserung“, freut sich der Pirmasenser THW-Ortsbeauftragte Sven Böling.

Der kompakte Bau am Schuhkreisel auf der Husterhöhe wirkt nicht sehr groß, hat aber alles, was das Helferherz des THW begehrt. Genug Fahrzeughallen für die acht Einsatzfahrzeuge plus für die kommende Erweiterung um zwei weitere der Fachgruppe Räumen. Ein Teleskoplader und ein Tiefladeanhänger werden zusätzlich noch kommen. Wäre es ein Neubau, hätten die Pirmasenser Helfer in Blau sogar weniger bekommen. Der „Musterraumbedarfsplan“ für THW-Neubauten sehe beispielsweise keinen Kameradschaftsraum vor, so Böling. Da jedoch im Bestand gebaut wird, darf es etwas mehr sein. Im Vergleich zum jetzigen Standort am Rehpfad werde das neue Domizil eine deutliche Verbesserung. Die Küche wird von sieben auf 30 Quadratmeter wachsen. Die weiblichen Helfer hatten bisher nur fünf Quadratmeter zum Umziehen, jetzt gibt es eigene Sanitärräume und Duschen. Die Jugend, immerhin 20 Mitglieder sind jünger als 18 Jahre alt, bekommt einen eigenen Jugendraum. „Da redet denen kein Erwachsener mehr rein“, versichert Böling. Ein Werk- und Übungsraum wird für Aktivitäten im Winter neu dazukommen. Und dann sind es einige Kleinigkeiten, die den Alltag der THW-Helfer erleichtern werden. Die Tore seien deutlich breiter, meint Frank Maurer, der für die Pressearbeit beim Pirmasenser THW zuständig ist. Momentan müssten die Fahrer Maßarbeit bei der Einfahrt leisten und die Außenspiegel einklappen. Außerdem gebe es zwei Hallen, die von hinten angefahren werden können und vorne die Ausfahrt ermöglichen. Rangieren entfällt hier. Und für die Mannschaft gebe es künftig eine klare Trennung zwischen Einsatzkleidung und Privatkleidung. Eine Grillhütte kommt auf das Freigelände. Die Familien der Helfer müssten eingebunden werden. 4000 Quadratmeter groß ist das neue Gelände. Das wird noch militärisch eingezäunt, versichert der Hausherr, Ludwig Bold, der das Anwesen vor 20 Jahren gekauft hatte. Ursprünglich war es von der US-Feuerwehr genutzt worden und dann für die US-Militärpolizei umgebaut worden, inklusive eines Gefängnisbereichs. Der ging aber laut Bold nie in Betrieb, da die Amerikaner zuvor abzogen. Der Reifenhändler Euromaster zog anschließend ein. Jetzt baut Bold den Wünschen des THW gemäß alles um. Ein flacher Anbau wurde abgerissen und durch einen höheren Anbau ersetzt, in den auch Einsatzfahrzeuge einfahren können. Das ganze Gebäude wird vorschriftsgemäß wärmegedämmt. Bis Weihnachten soll alles winterfest zu sein, damit die Arbeiten im Innern weitergehen können, so Bold, der früher selbst als Helfer bei dem Vorgänger des THW aktiv war und beim Rodalber Luftschutzhilfsdienst mitgearbeitet hatte. Kontakt https://ov-pirmasens.thw.de |kka

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