Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Rodalber Trainer Jonas Baumgart: Entwicklung ist auf Jahre ausgelegt

Nachfolger seines Bruders Moritz (rechts): Jonas Baumgart.
Nachfolger seines Bruders Moritz (rechts): Jonas Baumgart.

Endlich wieder Pfalzliga-Handball in der TSR-Halle! Nach über einem halben Jahr Stillstand wegen der Corona-Pandemie erwartet die Turnerschaft Rodalben am Samstag (19 Uhr) die HSG Dudenhofen/Speyer zum ersten Spiel der neuen Saison. Herbert Striehl sprach mit dem neuen TSR-Trainer Jonas Baumgart. Der 29-jährige Diplomingenieur ist der Nachfolger seines Bruders Moritz, der zum Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz wechselte.

Herr Baumgart, Sie haben das Traineramt von ihrem Bruder übernommen. Eine leichte oder schwere Aufgabe?
Beides. Es fällt mir leicht, weil es mir viel Spaß macht. Das liegt natürlich auch hauptsächlich an den Spielern, die geil mitziehen. Schwer, weil wir einen Umbruch hatten und eine schwere Saison vor uns haben. Da müssen wir mehr investieren. Das wird anstrengend.

Haben die Corona-Auflagen den Trainingsbetrieb behindert und erwarten Sie Beeinträchtigungen?
Für uns im Training kaum. Da hat der Vorstand um Janine Fix gut gearbeitet und uns den Weg freigemacht. In den Spielen sind wir zu Hause auch wegen der Stimmung immer stark gewesen. Ich hoffe, dass die Zuschauer uns trotz allem weiterhin unterstützen.

Es sind 250 Zuschauer zugelassen. Rechnen Sie am Samstag mit einem „ausverkauften Haus“?
Das ist nicht ganz richtig. Insgesamt sind 250 Personen in der Halle erlaubt. Also mit Spielern, Betreuern etc. Trotzdem hoffen wir, dass so viele Zuschauer wie möglich kommen. Die Rahmenbedingungen sind gegeben.

Waren Sie mit der Vorbereitung zufrieden?
Sehr. Meine Erwartungen wurden teilweise sogar übertroffen. Wir haben viel investiert und sind stets mit viel Spaß und Konzentration an die Sache rangegangen. Erste Entwicklungen sind zu sehen. Die Stimmung ist top und der Einsatz passt. Das müssen wir so beibehalten!

In den letzten Jahren gehörte die TSR stets zu den Pfalzliga-Topteams. Wie ist diese Saison Ihre Erwartungshaltung?
Die müssen wir zurückschrauben. Die Entwicklung der Mannschaft ist auf Jahre ausgelegt. Das erste Jahr gilt zur Findung und gemeinsamen Reife. Ziel ist der Klassenerhalt.

Ist Ihr Team komplett, können Sie am Samstag mit Ihrer Wunschformation auflaufen?
Nein. Lukas Baumgart, Moritz Greiner und Nico Christ werden wohl nicht auflaufen. Florian Bold hat über vier Wochen nicht trainiert, wird aber, denke ich, dabei sein. Das macht uns zum Außenseiter.

Was kann man von den jungen Spielern im Kader erwarten? Werden einige zu größeren Einsatzzeiten kommen?
Ja. Unser Spielsystem ist so ausgelegt, dass wir mehrere Wechsel im Spiel vornehmen werden. Die Jungen sind mit vollem Engagement dabei und werden uns in dieser Saison sicherlich begeistern.

Mit ihrem Bruder Moritz fehlt der bisherige Spielgestalter und mit Kevin Hauck ein Konterspieler. Gemeinsam erzielten sie die meisten Tore. Wer kann sie vom Spieltypus her am ehesten ersetzen?
Nein. Wir werden die Qualität nicht 1:1 ersetzen können. Aber wir werden es im Kollektiv schaffen, die Weggänge zu verkraften. Aber auch das wird dauern.

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